| Jahresberichte |
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Ein ganzes Jahr hatten wir darauf hingearbeitet und uns intensiv darauf vorbereitet, auf die Deutsche Meisterschaft im Radcross am 10./ 11. Januar diesen Jahres. Unser Ziel war es gewesen, eine Deutsche Meisterschaft zu organisieren, die Maßstäbe setzen und an die sich jeder gerne erinnern würde. Das ist uns gelungen, das Lob von allen Seiten gab uns Recht. Die Radcross-DM 2009 wurde zu einem Glanzpunkt in der Vereinsgeschichte. "Eine Stimmung fast wie in Belgien" - und das aus dem Mund der Weltmeisterin Hanka Kupfernagel, ein größeres Lob hätte die Concordia Strullendorf nicht bekommen können. Nochmals ein riesengroßes Dankeschön an unsere 140 ehrenamtlichen Helfer aus allen Abteilungen, die Lob für ihre Professionalität und ihr stets freundliches Auftreten bekamen. Ihr wart wirklich Spitze!!!!! Es war ein Fest des Sports, das wir mit unseren Gästen aus ganz Deutschland feiern konnten. Bei „Kaiserwetter" mit strahlendem Sonnenschein und tiefen Minusgraden heimste die Ausnahmeathletin Deutschlands, die vierfache Weltmeisterin Hanka Kupfernagel bei den deutschen Titelkämpfen bei uns überlegen einen weiteren Titel ein. Der Weltcupgesamtsieger und Europameister der U23, der erst 21-jährige „Wahlbelgier“ Philipp Walsleben vom Team BKCP-Power Plus wurde am 2. Tag der Deutschen Meisterschaften seiner Favoritenrolle voll gerecht und erkämpfte sich erstmals den Deutschen Meistertitel der Elite, obwohl er eigentlich auch in der Nachwuchsklasse der U23 startberechtigt gewesen wäre. Am Ende hatte Philipp Walsleben 45 Sekunden Vorsprung auf René Birkenfeld (Stevens Cyclocross) und Paul Voss (Milram). Insgesamt 4000 Fans kamen nach Strullendorf, darunter auch Schirmherr Innenminister Joachim Herrmann, der ebenso wie der Verband und die Fahrer uns als Veranstalter höchstes Lob zollte. Hanka Kupfernagel und Philipp Walsleben wurden Ende Januar auch bei der Cross-WM im holländischen Hoogerheide Vize-Weltmeisterin bzw. U23-Weltmeister. Mehr Infos und Fotos zur Deutschen Meisterschaft im Radcross: Im Juli stand wie immer das 43. Strullendorfer Kriterium auf dem Programm, bei dem Bürgermeister Andreas Schwarz bei hochsommerlichen Temperaturen den Startschuss für ein hochklassig besetztes Feld der Eliteklasse gab. Das Renngeschehen war geprägt durch drei KT-Profis. Allen voran der Ex-Altenkunstadter Grischa Janorschke vom Team Nutrixxion Sparkasse, der das Rennen dominierte, bei allen Wertungen punktete und schon fünf Runden vor Schluss als Sieger feststand. Auf den Plätzen 2 und 3 fanden sich Felix Grandl (team erdgas schwaben) und der KT-Profi vom Team Milram Sebastian Frey. Für die Strullendorfer Lokalmatadoren und Ex-Concorden Florenz Knauer und Tobias Riedl verlief das Rennen am Anfang nach Maß, die entscheidende Gruppe um die späteren drei Erstplatzierten hatten sie dann aber leider verpasst, so dass sie auf den Plätzen 4 und 6 landeten. Auch Thomas Krön war das gleiche Missgeschick im Seniorenrennen passiert und er musste sich mit Platz 4 begnügen. So rettete diesmal eine Frau die Ehre der Concordia, die Burgebracherin Simone Röckelein stand im Frauenrennen als Zweite auf dem Podest. Beim diesjährigen Gartenstädter Kirchweihkriterium war im Eliterennen nur ein Profi besser als unser Thomas Krön, der sich als Seniorenfahrer mit taktisch kluger Fahrweise hinter dem 10-fachen deutschen Meister Christian Bach vom Continental Team Milram den 2. Platz in der Eliteklasse sicherte. „Das war ganz schön knapp, aber ich freue mich über den 2. Platz”, meinte Thomas Krön nach dem Rennen. Die ersten Gratulanten waren seine Kinder Anna-Lena und Niklas, die stolz auf den Erfolg ihres Papas waren. Die jüngeren Fahrer im Feld erkannten Kröns Leistung an: „ Du bist noch verdammt schnell, kaum zu glauben!” Der Juniorenfahrer Marcel Granzner zeigte in der Gartenstadt bei seinem ersten Rennen nach längerer Zwangspause eine exzellente Leistung und erkämpfte sich ebenfalls Platz 2. Das Renngeschehen wurde zunächst von den zwei Laufer Fahrern Christian Pfeiffer und Christian Dietel dominiert, bis Marcel sein Herz in die Hand nahm und einen Vorstoß wagte. Für ihn war es nach längerer Krankheit wieder sein erstes Rennen. Würde er dieses Unterfangen erfolgreich beenden können? Er fühlte sich gut und so entfernte er sich immer weiter vom Feld. Am Ende hätte er das Feld fast noch überrundet. Die 20 Punkte, die er auf seiner Flucht sammelte, sicherten ihm am Rennende den 2. Platz. Rennsport Straße
Für Siege war in dieser Saison wie immer der Seniorenfahrer Thomas Krön zuständig. Das Dutzend hat er diesmal voll gemacht. Sage und schreibe 12 mal ganz oben auf dem Podest, das soll ihm erst mal einer nachmachen! Vier Siege in Folge innerhalb von 17 Tagen in Burgstädt, Herrieden, Saulheim und Schrobenhausen, und dann noch 2 Siege in Gera und Gottesgrün bei Greiz daraufgesetzt. Die Hälfte der Ausbeute war schon geschafft. Unser „Tommi“ schwamm auf einer Erfolgswelle. Mit dem Bayerischen Meistertitel auf der Straße bei den Senioren 2 in Herrieden bei Ansbach war er in die Saison gestartet und bestätigte wieder einmal seine Extra-Klasse.
Bei der Int. Masters-Radrundfahrt Tirol belegte er unter 120 Startern aus sieben Nationen in der Gesamtwertung Platz 22 und kam mit seinem Poison Team Deutschland nach 5 Etappen auf Platz 5 ein. Der Drosendorfer Radhändler kommentierte seine Leistung so: „Ein 5. Platz auf der 1. Etappe, ein 2. auf der 2. Etappe und kleinere Schürfwunden auf der 4. Etappe, das war für mich die Ausbeute auf der Rundfahrt”. In Rödingen bei Kerpen sicherte er sich bei den deutschen Meisterschaften der Senioren 2 (40 bis 50 Jahre) den 7. Platz mit 40 Sekunden Rückstand auf eine sechsköpfige Spitzengruppe um den Deutschen Meister Armin Raible. Kurz darauf erkämpfte er sich bei der Europameisterschaft im tschechischen Stránčice auf der Straße Rang 6 und im Einzelzeitfahren Platz 16. Beim Großen Straßenpreis des Donnersbergkreises im pfälzischen Bolanden holte sich Thomas Krön seinen 7. Sieg und in Ingolstadt folgte Sieg Nummer 8. Ende August fuhr er dann bei der Radsportwoche in St. Johann/Tirol beim Weltpokal auf den 4. Platz und ließ den amtierenden Deutschen Meister und späteren Weltmeister Armin Raible auf dem Traditionskurs über 112 km auf Platz 6 hinter sich. In den folgenden Rennen erkämpfte er sich noch einige Podest-Platzierungen. Mit seinen folgenden 3 Siegen in Aichach, Mindelheim und Deidesheim erstrampelte sich der Strullendorfer Concorde nicht nur den zwölften Saisonsieg, sondern liegt nun in der deutschen Rangliste auf Platz 10. Ganz nebenbei sicherte er sich noch den Verbleib in der A-Klasse, der höchsten deutschen Amateurklasse und das mit 46 Jahren! Hut ab! Die Seniorenmannschaft bei der Concordia funktioniert. Neben Thomas Krön waren auch noch seine Teamkollegen Alfred Riemer und Georg Arneth im Einsatz, die sich gegenseitig bei den Rennen unterstützten. Alfred Riemer konnte dabei mit Platz 4 in Greiz und Rang 11 in Gera auch einige gute Platzierungen herausfahren. Als Einzelstarter bei der Tirol-Rundfahrt schlug er sich achtbar im überwiegend mit Sen.2-Fahrern (ab 40) besetzten Feld und beendete die Rundfahrt als 76ter unter 88 Fahrern, die das Ziel erreichten. In der Sen.3-Wertung (ab 50) belegte er den 14. Platz. Bei der Bay. Meisterschaft in Herrieden hatte er sich in der Seniorenklasse 3 Rang 10 erkämpft und den Titel „Oberfränkischer Bergmeister“ ließ er sich Ende September in Stadtsteinach nicht nehmen. Hier erkämpfte sich Georg Arneth auch Rang 3 bei den Senioren 2 hinter Thomas Krön und Wendelin Bäumler sicherte sich bei den Senioren 4-Fahrern den ofr. Vizemeistertitel am Berg. Bei den Frauen fuhr Simone Röckelein bei der bay. Meisterschaft auf der Straße auf Platz 11, während sich die Burgebracherin bei der bay. Einzelzeitfahrmeisterschaft auf der 14,3 km langen Strecke schon unter den Top Ten auf Rang 10 platzieren konnte. Neben diesen guten Platzierungen bei der „Bayerischen“ erkämpfte sie sich einen 17. Platz in Breitenworbis, Rang 16 in Aichach und den guten 7. Platz in Altenstadt. Bei der bay. Bergmeisterschaft in Günzach zeigte sie sich als Neunte in guter Verfassung und ließ ihrem 2. Platz in Strullendorf Rang 4 und 10 in Viechtach und Lauf folgen. Den Schlusspunkt einer erfolgreichen Saison setzte sie dann mit Platz 6 in Dachau. Im Amateurbereich sind nur noch wenige im Renneinsatz, zu ihnen gehören Andreas Fischer, Holger Hauser und Jan Konrad. Ein Highlight der abgelaufenen Saison war für den Elitefahrer Jan Konrad sicherlich seine Teilnahme am Gateway-Cup in St. Louis/ USA, dem Tor zum Westen. Mit seinem Freund Emanuel Schwager von bike sport Ansbach zeigte er seine Sprintqualitäten und die beiden glänzten in dieser viertägigen Rennserie in der Vier-Millionenstadt in Missouri als Team Concordia Germany. Zurückgekehrt sind die zwei mit 3 Top-Ten-Platzierungen und wunderschönen Eindrücken aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten.Die beiden Elitefahrer mussten in der Kategorie 3 gegen 150 Fahrer aus ganz „Midwest America" antreten. Da die amerikanischen Kriterien auf Endspurt gefahren werden, fällt die Entscheidung über Sieg und Platzierung immer erst in der letzten Runde. Jedes der vier Rennen ging auf einem 1,6 km langen Rundkurs über jeweils 45 Minuten plus 5 Runden. „Five more laps to go”, so tönte es kurz vor Schluss aus allen Lautsprechern und der Kampf um die besten Positionen begann. Als dann die zwei Sprecher, die das Publikum mit ihrer Kommentierung des Rennens zu Begeisterungsstürmen anspornten, verkündeten: „Ring the bell, ring the bell!” (Glocke zur letzten Runde) ging es mit einer extrem hohen Geschwindigkeit auf die letzte Meile. „Wenn der Gateway-Cup noch ein paar Tage gedauert hätte, wären wir noch besser geworden”, meinten die beiden glücklich über ihre Erfahrungen und ihre Plätze am Ende der Rennserie. Als sie dann anschließend noch beim Start der Tour of Missouri mit dem deutschen Profi Jens Voigt ein paar Worte wechseln konnten und vom lokalen Radiosender interviewt wurden,strahlten sie noch mehr.Für 2009 hatten 28 Fahrer eine Lizenz gelöst, darunter nur noch 2 Nachwuchsfahrer. Rennradsport wird durch die immer größer werdenden Belastungen in Schule und Beruf und immer weniger Freizeit, die für Radfahren zur Verfügung steht, auf eine harte Belastungsprobe gestellt. Diese Entwicklung ist auch bei uns im Verein zu beobachten. Die Horrormeldungen über „Dopingpraktiken“ bei Berufsfahrern sind der positiven Entwicklung im Radsport auch nicht gerade zuträglich. Im Nachwuchsbereich zählen deshalb nur noch Juri Fischer (Schüler U15) und Marcel Granzner (Junioren U19) zu den wenigen Aktiven. Der engagierte Juniorenfahrer Marcel Granzner, der seit diesem Jahr für Bundesligarennen im Team U19 Franken fuhr, wurde durch gesundheitliche Probleme zurückgeworfen, und auch unser letztjähriger Bayern-Auswahlfahrer Simon van den Höövel hat seine „Karriere“ zu Gunsten seiner Schulausbildung beendet. G. Konrad
Die Schatten der Deutschen Meisterschaft im Radcross am 10./11. Januar 2009 warfen schon Anfang des Jahres 2008 ihre Schatten voraus. Bei der Tagung aller Cross-Veranstalter im März sah sich der Bundestrainer Patrick Moster die DM-Strecke rund um die Hauptsmoorhalle in Strullendorf an und kommentierte die Attraktivität des Querfeldein-Sports so: „Cross-Sport ist die attraktivste Radsportart, die wir haben und Hanka Kupfernagel als mehrfache Weltmeisterin unter internationalem Aspekt das Aushängeschild für den Cross-Sport überhaupt." Schöner kann man die Werbetrommel für die für Zuschauer und Sportler äußerst interessanten Rad-Cross-Wettbewerbe nicht mehr rühren. Die Vorbereitungen für das Großereignis in Strullendorf sind intensiv im Gange. Neben den Hauptsponsoren VR Bank Bamberg und Nürnberger Versicherungsgruppe sind weitere Sponsoren aus der Region an Bord und die Grobplanung ist perfekt. „Dank dem Ehrenamt“ – unter diesem Motto stand dann im September die 1. Pressekonferenz zur Deutschen Meisterschaft. Im Kristallsaal des Hirschaider Möbelhauses Neubert XXXL konnten sich neben Sponsoren und Journalisten auch zahlreiche ehrenamtliche Helfer der Cross-DM über den aktuellen Stand und die geplanten Aktionen informieren. Ein großes Lob sprach René Birkenfeld, der deutsche Meister 2007, den Organisatoren und ihren Ehrenamtlichen für ihre Vorbereitungen aus: „So eine Organistion habe ich noch nie gesehen.“ Er prognostizierte für die DM 2009 „ein schnelles Rennen – mit 3 Fahrern, die gemeinsam auf die Schlussrunde gehen.“ Bei der DM im Januar steht nicht nur Radsport an: Ein Schulvergleichswettkampf im Crosslauf für 3er-Staffeln, eine Fette-Reifen-Rennen für Anfänger, eine Sambagruppe, Tanzeinlagen der Meistergarden der Concordia, Quad-Fahrten, eine Verlosung und Ausstellungen werden die Zuschauer an der Rennstrecke begeistern. „Strullendorf wird diese Tage zu einer riesigen Feier machen“, freute sich BDR-Koordiantor Walter Röseler auf das Radsportfest in Strullendorf. 400 Sportlerinnen und Sportler, ebenso viele Betreuer, Journalisten, Offizielle, Sponsoren, cirka 2000 Besucher an jedem Meisterschaftstag – auf Strullendorf und die Concordia wartet mit der Deutschen Meisterschaft Radcross ein Sportevent der Extraklasse! Um sämtliche Aufgaben, die eine solche DM mit sich bringt bewältigen zu können, brauchen wir DICH!!! Unser Kirchweihkriterium im Juli war diesmal nicht nur von Sonne gekrönt. Sonnenschein, Regenschauer und Windböen bestimmten die Dramaturgie des Renntages und trotzdem war es wieder eine gelungene Veranstaltung. Vor allem der souverän herausgefahrene Sieg von Thomas Krön in der Seniorenklasse ließ trotz Regen und Kälte nicht nur die Zuschauer strahlen. Während die Hobbyfahrer noch bei Sonnenschein fahren konnten, sah es für die Fette-Reifen-Renners gar nicht gut aus. Regen, starker Wind und zunehmend kühlere Temperaturen, das war ein Grund das Rennen eventuell abzusagen. Aber die Kinder waren so begeistert und wollten undedingt in ihr Rennen gehen, dass die Nachwuchsrennfahrer trotz Regens auf die Strecke geschickt wurden. Mit Begeisterung trotzten sie auf ihren 2 Runden dem Wetter und strahlten auf dem Podest über ihre Leistung. Bei solch einer Einstellung zum Sport braucht es uns um den Nachwuchs nicht bange sein. Schnelles Tempo und Topbesetzung beim Gartenstadt-Kriterium – bis zur letzten Runde blieb das Traditionsrennen in der Gartenstadt diesmal spannend, die Schlusswertung entschied über die Plätze auf dem Stockerl. Der Sieger hieß nach 1:30:31 h Martin Boubal. Sein Teamkollege Felix Wachter verdrängte den jungen Lokalmatadoren Florenz Knauer vom Podest, der punktgleich mit ihm dann auf Platz 4 kam. Unser Routinier Thomas Krön (2.v.r.) erkämpfte sich in dem topbesetzten Elite-Rennen als über 40-jähriger Platz 10. Im Jugendrennen ersprintete sich Marcel Granzner mit Platz 4 die „Holzmedaille”. Rennsport Straße Die Silbermedaille bei den Paralympics in Peking – das war 2008 wohl der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Die Behindertensportlerin Barbara Weise, die seit drei Jahren bei der Concordia fährt, holte sie am 12. September beim Einzelzeitfahren der Klasse Mixed CP1/CP2 über 12,7 km. In einer Zeit von 28:52:76 war sie die schnellste Frau im gemischten Starterfeld und wurde als Zweitplatzierte gewertet. Tags darauf belegte sie im 27,2 km langen Straßenrennen auf ihrem „Dreirad“ wieder als schnellste Frau Rang 8. Mit dem Gewinn der Silbermedaille erfüllte sich für die 43-jährige ein Traum. Die Concordia Strullendorf freut sich mit über diesen grandiosen Erfolg und gratuliert der sympathischen Höchstadterin. Was ist in Sachen Rennsport sonst noch zu vermelden? Die Turbulenzen des Profiradsports in Sachen Doping haben ihre Auswirkungen auch auf unseren Nachwuchs. Wir haben zwar 11 lizensierte Nachwuchsfahrer und zwei U23-Fahrer, aber richtig aktiv sind nur wenige. Sich als Jugendlicher neben Schule und Ausbildung auch noch für die zeit- und trainingsintensive Sportart Radsport zu begeistern, wird immer schwieriger, genauso wie ehrenamtliche Helfer für ihr Training und ihre Betreuung zu finden. Auch der Einsatz der Eltern und ihre Unterstützung für den Radsport wird immer wichtiger. Radsport in der Krise? Wir hoffen, dass diese schöne Sportart für die wenigen radsportbegeisterten Jugendlichen, die es noch gibt, attraktiv bleibt und auch wieder Menschen im Ehrenamt bereitstehen die Faszination Radrennsport zu vermitteln. Trotz allem gibt es natürlich auch Erfolge bei den Radsportlern. Im Schneeschauer ein Rundstreckenrennen zu bestreiten, so sah das erste Renneinsatz im März für Marcel Granzner, den Jugendfahrer der Concordia Strullendorf aus. Nach Rennende freute sich Marcel dann über seinen 2. Platz auf dem Siegerpodest und hatte seine Saison schon mal gut begonnen. Fleiß und Ausdauer des Concorden beim Training und in zahlreichen Renneinsätzen wurden belohnt. Der Vierether durfte sich im Juni in Abensberg bei Regensburg über seinen ersten Sieg freuen. Bei der bayerischen Meisterschaft im Einzelzeitfahren in Nesselwang im Allgäu fuhr er knapp am Podest vorbei. Mit dem ausgezeichneten 4. Platz verpasste er eine Medaille nur um 7 Sekunden. Den oberfränkischen Vizemeistertitel am Berg erkämpfte er sich am Ende der Saison in Stadtsteinach. 18 Top-Ten-Platzierungen bei 43 gefahrenen Rennen zeigen den Ehrgeiz und den Einsatzwillen, der dahintersteckt. Weiter so, Marcel! Der Juniorenfahrer Simon van den Höövel, der in dieser Saison wieder in der Bayern-Auswahlmannschaft Quest-Ralph-Denk-Team fuhr, schien anfangs der Saison den 4. Platz gepachtet zu haben. Schon in Schwabach auf Platz 4, belegte er diesen Platz 4 auch in Karbach und in Rosenheim. In Sossenheim ließ er dann einen 5. Platz folgen, um das Gesetz der Serie zu durchbrechen. Mit dem bayerischen LV-Team kämpfte er im Juni bei der deutschen Meisterschaft in Unna über die Distanz von sieben Runden (=135,1km) um den nationalen Titel. Als zweitbester bayerischer Fahrer ersprintete sich der Eltmanner am Schluss einen ausgezeichneten 19. Platz. Sein Kapitän Bastian Bürgel aus Karbach wiederholte seinen Vorjahreserfolg und wurde deutscher Vizemeister. Man sah den Juniorenfahrer nur selten bei fränkischen Rennen. Meist war er mit der LV-Mannschaft bei Rundfahrten unterwegs und startete für die Concordia nur noch bei Meisterschaften. Mit seiner Saison war der Eltmanner, der in Würzburg zur Schule geht, bis August noch nicht so zufrieden. „Die Saison war bis zu jetzt nicht unbedingt mit Erfolgen übersät und dazu kamen noch viele Stürze. Aber zur Zeit hab ich das Gefühl, dass es ins Rollen kommt”, hatte der sympathische 18-jährige nach der Kriteriumsmeisterschaft in Ansbach resümiert, als er bay. Vizemeister wurde. Bei der internationalen Niedersachsenrundfahrt hätte er beinahe das Bergtrikot holen können, am Schluss wurde er Zweiter in dieser Wertung. Auch bei der Internationalen Ober-Österreichrundfahrt versuchte er seine Bergqualitäten einzusetzen, am Schluss war´s Rang 61 im Gesamtklassement unter 131 Startern für ihn. „ Meine Form stimmt jetzt, jetzt muss nur noch das Quäntchen Glück dazu kommen”, meinte der Juniorenfahrer. Mit seinen Siegen bei Kriterien in Altenkunstadt und Weißenburg zeigte er, dass er zu den sprintstärksten Juniorenfahrer in Bayern gehörte. Ein 3. Platz in Nürnberg bei der bay. Bahnmeisterschaft in der Mannschaftsverfolgung zählte neben 11 Top-Ten-Plätzen zu seinen Erfolgen. Sieggarant, wie sollte es anders sein, war auch in der Saison 2008 unser Seniorenfahrer Thomas Krön. 9 Siege und 20 Platzierungen unter den besten 10 waren diesmal seine Ausbeute. In Kulmbach, Gera, Erding, Strullendorf, Vöhringen, Freising, Meiningen, Stadtsteinach und Altenburg trug er sich in die Siegerlisten ein. Daneben erkämpfte er sich Rang 5 bei der Deutschen Straßen-Meisterschaft in Görlitz und Platz 4 bei der Europa-Meisterschaft in Stránčice/Tschechien in der AK Senioren 45 – 49 Jahre. Außerdem nennt er den oberfränkischen Bergmeistertitel 2008 sein eigen und wurde Fünfter in der bay. Bergmeisterschaft in Stadtsteinach. Mit fünf Platzierungen in Eliterennen sicherte er sich den Klassenerhalt in der A-Klasse und bleibt unser einziger A-Fahrer. Toll!! Alfred Riemer durfte sich 2008 über 11 Platzierungen in der Seniorenklasse 3 freuen. Ganz oben auf dem Siegerpodest stand er diesmal nicht, aber einmal Zweiter in Chemnitz und einmal Dritter in Vöhringen brachten ihm schon einen Platz auf dem Podest. Hinter seinem Teamkollegen Michael Schinhammer kam er bei der bay. Bergmeisterschaft in Stadtsteinach auf Rang 4 und bei der Oberfrankenwertung erreichte er den Vizemeistertitel, während der „Neuconcorde“ Michael Schinhammer (ofr. Bergmeister) in der bayerischen Wertung sich den 3. Platz erkämpfte. Bei den Senioren waren noch Holger Hauser, Georg Arneth, Michael Heer, Winfried Kaindl, Hans Krön und Wendelin Bäumler (ofr. Bergmeister) im Renneinsatz. Simone Röckelein kann mit ihrer Bilanz in der Frauenklasse (1 Sieg in Viechtach, 3 Platzierungen) sehr zufrieden sein. Als oberfränkische Bergmeisterin belegte sie in Stadtsteinach in der bay. Wertung Platz 4. Der Elitefahrer Carsten Dauscher durfte sich über einen 7. Platz beim Bergzeitfahren zur Veste Heldburg freuen, sein Teamkollege Christian Denzler bei der gleichen Veranstaltung über Rang 8. Unser großes Talent Florenz Knauer fuhr als Profi beim Continental Team Kuota Senges. Für den 19-jährigen bedeutete das eine schwere Zeit, in diesem Team mit 17 Fahrern aus verschiedenen Nationen zu bestehen. So bestritt er mit seinem Team verschiedene Rundfahrten wie die Tour de Normandie oder die Thüringenrundfahrt. Als Achtungserfolge sind sein 4. bzw. 5. Platz in Bamberg und Hirschaid zu zählen und der bayerischer Vizemeistertitel im Einzelzeitfahren. Unser Vereinsmitglied André Korff war mit dem Team Volksbank bei hochklassigen Rundfahrten wie der Tour de Suisse, der Österreich-Rundfahrt, der Bayern-Rundfahrt und der Deutschland-Tour vertreten und hat als „Anfahrer“ für Olaf Pollack seinen Job erledigt. Last but not least seien noch zwei U13-Fahrer erwähnt, auf denen die Hoffnungen der Concorden ruhen: Juri Fischer und Thomas Vogel. G. Konrad Radsport 2007 Die Helfer der Radsportabteilung waren auch dieses Jahr mit großem Einsatz bei der Sache und überzeugten wie immer mit ihrer perfekten Organisation. Nicht nur die wahre Bilderbuch-Veranstaltung, das Crossrennen um den 5. Karl-Wagner-Preis, das bei frühlingshaften Temperaturen im November 1000 Fans zur Hauptsmoorhalle nach Strullendorf lockte, war das Aushängeschild der Radsportabteilung. Auch die gesamtfränkische Meisterschaft in Buttenheim am Himmelfahrtstag, bei der erstmals die bayerische Meisterschaft der weiblichen Nachwuchsklassen ausgefahren wurde, hatten mit Peter Streng, dem Vizepräsidenten des Bundes Deutscher Radfahrer, nicht nur einen gern gesehenen Gast, sondern lockte trotz schlechten Wetters 260 Aktive nach Franken. Nicht zu vergessen das Kriterium am Kirchweihsonntag in Strullendorf, das in diesem Jahr wieder einmal von „unserem“ Thomas Krön gewonnen wurde, sowie das Gartenstadtkriterium im August in Bamberg, wo Thomas Krön beim erstmals ausgetragenen Seniorenrennen als Sieger auf dem Podest stand. Soviel Einsatz muss belohnt werden. Die neu gestaltete Strecke beim Rad-Cross mit einer eingebauten Brücke und einer stärkeren Zentrierung um das Ziel begeisterte nicht nur Fans und Aktive, sondern war einmal mehr der Auslöser für den BDR, die deutsche Meisterschaft im Radcross 2009 nach Strullendorf zu vergeben. „Die Strullendorfer haben sich als Gastgeber bestens empfohlen.“ Beim Rad-Cross-Rennen standen erwartungsgemäß die dreifache Weltmeisterin Hanka Kupfernagel und die Nationalmannschafts-Fahrer um den Sieger Thorsten Struch im Fokus des Interesses. Bei der fränkischen Meisterschaft im Mai in Buttenheim holten sich die Concorden bei Dauerregen drei oberfränkische Meistertitel durch Simon van den Höövel (Junioren), Thomas Krön (Sen. 2) und Alfred Riemer (Sen. 3). Daneben gehörten sechs Vizemeistertitel, drei dritte Plätze und andere Top-Ten-Platzierungen zu der weiteren Ausbeute der Concordia Strullendorf. Zwei heimische Fahrer auf dem Podest ganz oben, das setzte Anfang Juli dann schon ein Ausrufezeichen in die 41-jährige Geschichte des Strullendorfer Kirchweih-Kriteriums. Bis zum Schluss gab es einen harten Zweikampf zwischen den Lokalmatadoren Thomas Krön (Concordia Strullendorf) und den für den RSC Homburg fahrenden Scheßlitzer Tobias Riedl. Nach einem sehr schnellen Rennen stand einmal mehr Thomas Krön ganz oben auf dem Siegerpodest, gefolgt vom überaus starken Tobias Riedl, der sich nur knapp geschlagen geben musste. Beim diesjährigen Gartenstädter Kirchweihkriterium dominierte der stark motivierte Lokalmatador Tobias Riedl aus Scheßlitz trotz prominenter Konkurrenz durch die Milram-Profis Grischa Janorschke und Holger Burkhardt das Hauptrennen der Elitefahrer klar und gewann am Ende souverän. Der zweite Sieger aus der Region hieß Thomas Krön von der Concordia Strullendorf, der seine Gegner beim erstmals veranstalteten Seniorenrennen in taktischer und konditioneller Hinsicht beherrschte und sich ebenfalls die Siegerschleife umhängen durfte. Rennsport Straße Sein großes Ziel, die Junioren-WM in Mexiko im August hat unser Junioren-Nationalfahrer Florenz Knauer leider knapp verpasst. Ausschlaggebend war bei der deutschen Meisterschaft in Hamburg zum einen das Glück des Überraschungssiegers Peter Clauß (ESV Lok Zwickau) und zum anderen Knauers extremes Pech. Erst Defekt, dann gleich danach noch Sturz, sodass er den entscheidenden Vorstoß des späteren Siegers Peter Clauß und des Zweitplatzierten Bastian Bürgel verpasste. Bundestrainer Patrick Moster entschied sich daraufhin gegen Florenz. Dabei war vorher alles so gut gelaufen. Sein Ziel fest im Auge war Florenz bestens vorbereitet mit Trainingslagern auf Mallorca und am Gardasee in die Saison gestartet. Neben seiner Ausbildung zum Elektroinstallateur bei Elektro-Schober in Litzendorf brachte er die Zeit und die Kraft auf, abends nach der Arbeit noch 300 - 400 Trainingskilometer pro Woche zu absolvieren. Schon beim ersten Rennen in Schönaich war er mit einem 9. Platz unter den besten Zehn zu finden. Mit der bayerischen Verbandsmannschaft konnte der Juniorenfahrer bei der Internationalen Cottbuser Junioren-Etappenfahrt einen hervorragenden 10. Platz in der Gesamteinzelwertung und einen 6. Platz bei der 1. Etappe herausfahren. Neben einem 3. Platz bei der bayerischen Straßenmeisterschaft in Buch bei Landshut zählte der 5. Platz bei der deutschen Bergmeisterschaft in Ramsau zu seinen größten Erfolgen auf der Straße. Als neuer bayerischer Meister zeigte er bei der bayerischen Kriteriumsmeisterschaft in Puchheim seine Sprintqualitäten. Bei der Trofeo Karlsberg, einer internationalen Weltcup-Rundfahrt im Saarland, hatte er sich im Trikot der Nationalmannschaft unter 119 Teilnehmern aus 14 Nationen auf vier Etappen und einem Zeitfahren über 8,6 km das grüne Sprinttrikot geholt. Schon in der 1. Etappe (91,5 km) hatte er mit dem späteren Rundfahrtsieger Matthias Brändle (Österreich) einen Vorstoß gestartet und sich dabei den Grundstock für das Sprinttrikot erarbeitet, das er bis zum letzten Tag verteidigte. Weitere Stationen dieser Saison mit dem Nationalteam waren der Giro della Toscana in Italien, die internationale Junioren-Rundfahrt im holländischen Axel, die Niedersachsen-Rundfahrt, wo er wegen einer Erkältung das Bergtrikot knapp verpasst hatte, und die Münsterland-Rundfahrt. Beim Bundesligarennen in Genthin fuhr der Junior im Mannschaftszeitfahren mit der Bayern-Mannschaft auf Platz 3. in der Bundesliga-Gesamtwertung erkämpfte er sich am Schluss den 5. Platz. Ein Sieg in Ellwangen und der oberfränkische Bergmeistertitel gehören mit zu seinen Erfolgen. Ein weiterer Concorde fuhr in dieser Saison für die bayerische Auswahl: Simon van den Höövel. Der Eltmanner war beim BRV-Sichtungsrennen in Rosenheim am Saisonanfang mit einem 9. Platz erfolgreich im Einsatz. Dann folgten ein 14. Platz beim Bundesliga-Rennen in Karbach und der 12. Platz bei der bay. Meisterschaft auf der Straße in Landshut. Neben dem oberfränkischen Straßenmeistertitel bei den Junioren sicherte er sich einen Sieg in Brückmühl, einen 2.Platz in Gießen und Rang 3 in Meiningen. Im nächsten Jahr wird er weiter in der bayerischen Auswahlmannschaft fahren. Die Jugendklasse bei der Concordia war heuer mit 6 Fahrern gut vertreten. Zur Erfolgsbilanz der Jugend zählten einige Top-Ten-Platzierungen für Philipp Knauer, Thomas Knauer und Marcel Granzner. Komplettiert wurde das Sextett durch Matthias Beck, Jakob Erzfeld und Jan Waßmann. In der Oberfrankenwertung belegten die Youngsters die Plätze 2 – 7 auf der Straße, am Berg wurde Thomas Knauer ofr. Meister, gefolgt von Philipp Knauer als Vizemeister und Beck und Granzner auf den Plätzen 4 und 5. Beck, Erzfeld und Granzner sammelten außerdem mit dem Oberfranken-Team wertvolle Erfahrungen bei der TMP-Tour im thüringischen Waltershausen, der sog. Kleinen Friedensfahrt für Schüler- und Jugendklassen. 39 lizensierte Fahrer, darunter 14 Nachwuchsfahrer und fünf U23-Fahrer, das bedeutete Nachwuchsförderung bei der Concordia. Zu den jüngsten zählten Juri Fischer und Thomas Vogel in der U13-Klasse, die sich über den 2. und 3. Platz bei der ofr. Meisterschaft freuen konnten. In der Schülerklasse konnte André Fischer am Saisonbeginn beim Athletiktest in Fürth den 2. Platz aller bayerischen U15-Fahrer belegen, sein Leistungsvermögen bei den folgenden Rennen aber nicht abrufen. Auch in der Eliteklasse gibt es Positives zu vermelden. Der U23-Fahrer Andreas Fischer durfte sich über seinen Aufstieg in die B-Klasse freuen. Mit zwei 8. Plätzen im pfälzischen Böhl-Iggelheim und in Bornheim bei Landau machte er die fünf nötigen Platzierungen komplett, so dass er ab sofort in der nächsthöheren Amateurklasse startet. Aktiv wie eh und je zeigte sich unser Routinier Thomas Krön mit sage und schreibe 13 Siegen in der Seniorenklasse 2. Darüber hinaus wurde er bei den Senioren bay. Kriteriumsmeister, bay. Vizemeister am Berg und Dritter bei der bay. Zeitfahrmeisterschaft, sowie ofr. Meister auf der Straße und am Berg. Mit seinem Sieg im Heimrennen in Strullendorf in der Eliteklasse stieg er wieder in die höchste Eliteklasse A auf. „Heute habe ich wahrscheinlich zum letzten Mal in Strullendorf gewonnen”, kommentierte Thomas Krön seinen Heimsieg. Immerhin hat der bald 44-jährige das Rennen schon vor 20 Jahren zum ersten Mal gewonnen. Ein weiter Erfolgsgarant bei der Concordia ist der Seniorenfahrer Alfred Riemer, der gleich zu Anfang seiner Saison mit einem Paukenschlag einstieg. Bei den deutschen Straßen-Meisterschaften der Senioren in Görlitz erkämpfte sich Alfred Riemer (Sen. 3) den deutschen Vizemeistertitel, während Thomas Krön (Sen. 2) das Podest knapp verpasste und sich auf Platz 4 der Deutschlandwertung einreihte. Hinter Welt- und Europameister Wladimir Gottfried sicherte Riemer sich durch eine tolle Sololeistung diesen Titel. „Ich habe alles gegeben und habe nicht gedacht, dass das noch klappt", meinte der Oldie nach dem Rennen. Schließlich waren einige Nationalfahrer am Start gewesen, doch Riemer hatte sie alle auf die Plätze verweisen. Wie selbstverständlich wurde er auch oberfränkischer Meister auf der Straße und am Berg. Georg Konrad
Radrennen und Radsportveranstaltungen können nur funktionieren, wenn es auch Radsportbegeisterte im Ehrenamt gibt, die sich als Funktionär für den Sport einsetzen und im Hintergrund wirken. Wettkämpfe unter Sportlern finden nur dann statt, wenn sich andere für die Organisation und die Durchführung engagieren. Das hat die Radsportabteilung mit Hilfe ihrer vielen Helfer im vergangenen Jahr wieder einmal mehr geschafft und neben den vier Radrennen und der Saisonabschlussfahrt auch den diesjährigen Bezirkstag des Radsportbezirkes Oberfranken organisiert. „In Oberfranken gibt es starke und engagierte Vereine, die Radsport groß schreiben und sich in der Nachwuchsarbeit engagieren”, betonte der BRV-Präsident Peter Streng beim Bezirkstag in Strullendorf und lobte die Arbeit der Ehrenamtlichen. Die Gemeinde Strullendorf als radsportbegeisterte Gemeinde stehe hinter der Concordia, führte Bürgermeister Andreas Schwarz in seinen Grußworten aus. „Vor allem das Cross-Rennen mit hochkarätiger Beteiligung fördert die Attraktivität der Gemein-de und ist ein Aushänge-schild für die Gemeinde“, meinte er. Und auch die Presse fand lobende Worte über das Cross-Rennen, das schon zum vierten Mal im November rund um die Hauptsmoorhalle stattfand: „Freundschaftliche, familiäre Atmosphäre hier, professionelle Organisation und Radsport mit internatio-nalem Anspruch da. Diesen Spagat hat der RMV Concordia Strullendorf am Samstag auch bei seinem 4. Karl-Wagner-Preis vollauf gemeistert. Neben der deutschen Radcross-Elite und dem deutschen Meister Jens Schwedler, der das Rennen der Eliteklasse souverän für sich entschied, war wieder einmal die Weltmeisterin im Rad-Cross Hanka Kupfernagel vor Ort. Sie war sich nicht zu schade mangels einer eigenen Damenkonkurrenz bei den Junioren zu starten. Rund 700 Zuschauer sahen sie dann als Achte ins Ziel kommen.“ Aus Strullendorfer Sicht war der bayerische Vizemeistertitel 2006 für Simon van den Höövel (Jugend) und der hart umkämpfte 3. Platz in der Bayernwertung für Thomas Lauterbach (Elite) die erfreuliche, sportliche Bilanz des zum Deutschland-Cup zählenden Events. Anfangs der Saison 2006 wurde das neue Trikot der Concordia in einer kleinen Feier in der Karl-Wagner-Halle präsentiert. Durch das Sponsoring der Fa. Nestmann Pharma Zapfendorf, der Fa. Rohm and Haas Strullendorf und der Fa. SRM Jülich konnten die lizensierten Radrennfahrer der Concordia mit neuen Trikots ausgestattet werden. Unser Dank gilt diesen Förderern des Radsports. Erstmals als gesamtfränkische Meisterschaft ausgerichtet, zeigte sich der Wettergott in diesem Jahr den Radrennfahrern der drei fränkischen Bezirke nicht hold, als sie am Himmelfahrtstag in Butten-heim ihre Bezirksmeistertitel aus-fuhren. Teilweise bei strömendem Regen mussten die 280 Akteure ihre Rennen bestreiten. Viele Rennaus-stiege prägten aus diesem Grund den Verlauf der acht Rennen. Sieben oberfränkische Meistertitel, vier Vizemeistertitel, zwei dritte Plätze und weitere Platzierungen unter den Top Ten zeigen, dass die Concordia sich als der dominierende Radsportverein in Oberfranken darstellt. |

