Fränkischer Tag Bamberg vom 07.03.2011
Wenn der Vorstand mit dem Heli einfliegt
Prunksitzung Die Strullendorfer Gaaskeeser ließen es bei ihrer 28. Prunksitzung krachen und zogen wieder alle Register. Als Tausendsassa auf und hinter der Bühne war Thomas Fischer im Einsatz, Wolfgang Reichmann einer der auswärtigen Stars."Wir wollen die Nummern weiterentwickeln und setzen auf den Wiedererkennungswert", betonte Vorstand Thomas Fischer, der Tausendsassa hinter und auf der Bühne am Rande nachdem er als Clou per Hubschrauber gelandet war. Auch das geglückt, freut sich der Vorstand. 32 Programmpunkte, fünf Stunden abwechslungsreiches Feuerwerk, die Karl-Wagner-Halle zwei Mal ausverkauft bei der 28. Prunksitzung der"Gaaskeeser" RMV Concordia mit Sitzungspräsident Wolfgang Bühner. "Was will man mehr!"
Die Show war "gespickt mit vielen Höhepunkten", so Fischer, dargeboten von einem einzigen Verein sieht man einmal von drei "Kulturbanausen" und "Franken-Liebhaber" Wolfgang Reichmann ab. Eine Wahnsinns-Leistung der 150 Concorden.
Im Wohnzimmer geprobt Großen Applaus gab's früh: Die jüngste "Gaaskeeserin", Lisa-Marie Hafenecker, las als pubertierende "flügge" Zwölfjährige den frechen Jungs hinsichtlich Kleidung, Frisuren und Benehmen gehörig die Leviten. Sie war "ein bisschen nervös", wie sie verriet. Ihre Mamma weiß: "Daheim redet sie Tag und Nacht!" In der Bütt nur zehn Minuten, aber das Üben "am besten daheim auf dem Wohnzimmersessel" hat sich gelohnt.
Bühnen-Profi Wolfgang Reichmann wiederum hat Übung als Sportreporter in Stadien. "Franken an die Macht", fordert er. Fischer weiß, dass Reichmann "fast schon RMV-Kultstatus besitzt". Als "Bamberger Zwiebeltreter" machte er sich nun Gedanken über Bamberg, wo angesichts der finanziellen Kettenreaktion bei der Kettenbrücke der "Brückentag ein Gedenktag ist". Wenn seine Einsätze es zuließen, lachte sich Fischer schlapp, so wie über Jürgen Steppan, der Maori-Sitten einführte, mit Elferrat Johannes Knab einen "Braut-Kampf" mit Kochlöffeln führte. Oliver Spörl, "der einzig wahre Italiener", stand den beiden nichts nach, als "Gino" auf Arbeitsplatzsuche.
Fenstersketche Black Light Show, "Ladykiller" und Meister-Garden speisen das Erfolgsrezept der "Gaaskeeser", weiß Fischer.
"Fenster-Sketche" waren das "Salz in der Suppe". Für die "Jägerstand-Nummer" mit Hilde Bolz und Roland Haagen erntete Fischer dann Extra-Applaus.
Auch wenn die Garden im Vorjahr eine Wettkampf-Atempause einlegten, war auf den Brettern davon nichts zu spüren, "ein Augenschmaus", schwärmt Fischer. "Weil ihnen die Abwechslung zwischen hoher sportlicher Kunst und Sketchen vorzüglich gelang", flüstert Fischer.
27 148 Watt Licht und 14 000 Watt Ton, dazu fünf Tonnen Technik-Ausrüstung: Zahlen aus der Welt von Jürgen Grimm und Bernd Kraus, wovon nicht nur die "Schwarz-Licht-Nummer" mit einem unvergesslichen Ausflug in die Kinowelt profitiert.
Am Ende ist Thomas Fischer als Kämpfer an allen Gala-Fronten zwar erschöpft, aber doch "voll zufrieden" mit dieser 28. Prunksitzung.
Text: Bertram Wagner Strullendorf