In diesem Jahr wurde im Rahmen des 45. Kirchweihkriteriums in Strullen-dorf die bayerische Meisterschaft für die Schülerinnen U15 und die weibliche Jugend U17 ausgefahren. Außerdem stand der jeweils 2. Lauf zur bayerischen Kriteriumsmeisterschaft Nachwuchs in den Klassen Schüler U15, Jugend U17 und Junioren U19 auf dem Programm.
Die Rennveranstaltung um den „Großen Preis der Gemeinde Strullendorf“ wurde erstmals vom Regen in vielfältiger Variation und kühlen Temperaturen gebeutelt, bei dem den wenigen, aber kompetenten und radsportbegeisterten Zuschauern toller Sport geboten wurde. Das Eliterennen wurde bestimmt von dem Duell zwischen dem KT-Profi und Vorjahressieger Sebastian Körber vom Team Nutrixxion Sparkasse und dem Team vom VFR Herpersdorf um den „schnellen Studenten“ und Topsprin-ter Christopher Schunk. Am Schluss entschied die Mannschaftsleistung der Herpersdorfer und die Sprintqua-litäten ihres Kapitäns Christopher Schunk über den Sieg. Mit 50 Punkten fuhr der Herpersdorfer souverän und jubelnd über die Ziellinie und verwies den Profi Sebastian Körber, der als Solist gegen die Übermacht Herpers-dorf keine Chance hatte, auf Platz 2.
In Abwesenheit von Lokalmatador Tobias Riedl fuhr einer von drei Startern der Concordia Strullendorf, der C-Fahrer Carsten Dauscher ein beherztes Rennen, ersprintete sich einen Punkt und sicherte sich damit Platz 10 in der Eliteklasse KT/ ABC.
Die Bayerische Meisterschaft der Schülerinnen U15 und der weiblichen Jugend U17 war ein Höhepunkt des Tages, bei dem die Zuschauer eine Superleistung der deutschen Straßenmeisterin Anna Knauer vom RC Germania Weißenburg verfolgen konnten. Die Weißenburgerin fuhr schon nach der 2. Wertung zusammen mit Fluchtkollegin Sabine Stockbauer (RV Sturmvogel München) vom Feld weg und umrundete das Feld sogar zweimal. Nach 38:21 min. stand sie als strahlende Siegerin und neue bayerische Kriteriumsmeisterin auf dem Siegerpodest.
Auf dem Siegerpodest vertrat an diesem Tag der Schülerfahrer Pascal Hartmann die Farben der Concordia. Bei strömendem Regen fuhr der Concorde beim 2. Lauf zur bayerischen Kriteriumsmeisterschaft ein gutes Rennen, punktete immer wieder in den Wertungen und erkämpfte sich am Schluss Rang 3.
Die Concordia Strullendorf als Veranstalter durfte noch drei weitere Top-Ten-Platzierungen verbuchen. In Abwesenheit von Sieganwärter Thomas Krön sicherten sich die Senioren Holger Hauser und Winfried Kaindl die Plätze 5 und 8 im Seniorenrennen und Thomas Fischer freute sich über einen 9. Platz im Hobbyrennen.
In Kooperation mit dem Bürgerverein Gartenstadt sollte für das 50. Jubiläum des Gartenstadt—Kriteriums etwas Besonderes geboten werden. Dazu wurde Tour de France- Legende Dietrich Thurau, der schon 1973 das Rennen für sich entschieden hatte, als Ehrengast eingeladen. Daneben waren der Sieger von 1978 Prof. Dr. Friedrich von Löffelholz, der Deutsche Meister 1983 Dieter Flögel und der langjährige Nationalfahrer Hans Knauer aus Lisberg vertreten, genauso wie unser Ehrenmitglied, das Bamberger Rad-Urgestein Hans Büttner, der einer der Initiatoren des Gartenstadt-Kriteriums gewesen war und über die Anfänge des Rennens berichten konnte. Die zahlreichen Zuschauer erfuhren einige Insider-Geschichten. Didi Thurau brauchte viel Trainingsfleiß und musste auf vieles verzichten: „Ich habe für das Ziel Radprofi gelebt.“ Von Löffelholz meinte: „Ich habe mir mein Studium mit dem Radsport finanziert.“ Georg Konrad berichtete von dem Wert der freiwilligen Helfer, um eine Tradition über eine solche lange Zeit von 50 Jahren aufrecht zu erhalten. Und so wurde in heiterer Runde getalkt, während die Radrennfahrer Spitzensport vom Feinsten boten.
Auf der Strecke blieb die Entscheidung über den Sieg des Jubiläumsrennens spannend bis zum Schluss. Trotz nicht so überzeugender Mannschaftsleistung der Herpersdorfer Riege trug einer von ihnen am Rennende den Sieg davon: Wolfgang Brandl, gefolgt von dem Profi Sebastian Körber (Nutrixxion Sparkasse) und Alexander Grad vom MLP-Radteam.
Der 47-jährige Thomas Krön punktete trotz starker Konkurrenz bei zwei Wertungen und sicherte sich so den 9. Platz in der Endabrechnung. Unser Routinier freute sich über seinen ausgezeichneten Platz im topbesetzten Feld.
Mit dem Startschuss durch Didi Thurau wurde das Rennen der Jugendklasse eröffnet. Das Renngeschehen wurde von Juri Fischer von Anfang an dominiert. Nicht nur dass er die ersten Wertungen fast alle für sich entschied, vor der 4. Wertung setzte er sich vom Feld ab und vergrößerte seine Vorsprung immer weiter. In ausgezeichneter Zeitfahr-position, die auch von „ Didi“ als exzellent gelobt wurde, zog er seine Runden auf dem Rundkurs rund um den Gartenstädter Markt. So konnte er schließlich kurz vor Schluss sogar das Feld überrunden und stand schon als Sieger fest. Nach 0:49:59 h rollte er in Siegerpose über die Ziellinie und hatte sich einen bravourösen Sieg gesichert.
Rennsport Straße
Für 2011 hatten 25 Fahrer eine Lizenz gelöst, darunter die zwei Nachwuchsfahrer: Pascal Hartmann (Schüler) und Juri Fischer (Jugend). Erfreulich ist auch zu vermelden, dass der Concorde Tobias Riedl zu seinem Heimatverein zurückgefunden hat und in dieser Saison wieder für die Concordia Strullendorf fährt.
Der Saisonauftakt begann sehr gut für die Strullendorfer Concorden mit einem Sieg für Alfred Riemer (Sen.4) in Sonneberg und drei Top-Ten-Platzierungen für Pascal Hartmann (U15), Holger Hauser und Thomas Krön (beide Sen2) in Aichach.
Zwei Wochen später fuhr der Schülerfahrer der Concordia Strullendorf Pascal Hartmann seinen ersten Sieg in seiner noch jungen Karriere in Rochlitz ein. Sein Teamkollege Juri Fischer erkämpfte sich Platz 11.
Dann ging´s für beide Nach-wuchssportler erstmal mit den bayerischen Kader-mannschaften auf Trainings-lager in Italien, wo sie ihre Form noch verbessern wollten. Pascal wurde durch einen schweren Sturz am letzten Trainingstag schwer gezeichnet, ließ es sich aber nicht nehmen schon 2 Wo-chen später die bayerischen Straßenmeisterschaften zu fahren.
„Den ersten Bayerischen Meister haben wir schon“, freute sich dann Concordia- Bayerischer Meister Vorstand Thomas Fischer über den bayerischen Meistertitel im Einzelzeitfahren für den Schülerfahrer Pascal Hartmann. Mit einem Paukenschlag hatte der Altendorfer Schüler den Reigen um die Bayerischen Meistertitel eröffnet. Am Samstag fuhr er beim Einzelzeitfahren über 11 km rund um den Ellertshäuser See in 15:16 min. als souveräner Sieger drei Sekunden vor dem Topfavoriten und Sieger des Radklassikers „Rund um den Finanzplatz Eschborn/ Frankfurt“ Patrick Haller (Ingolstadt) über die Ziellinie. „Das Schwerste waren die Steigungen und das Finale war für mich ganz, ganz hart“, meinte der glückliche Sieger nach dem Rennen. Noch gezeichnet von seinem schweren Sturz im Trainingslager strahlte er, die Anstrengung hatte sich gelohnt.
Teamkollege Juri Fischer musste beim Zeitfahren über 17 km noch ein paar Fahrer vorbeiziehen lassen, sein 12. Platz als Zweitbester seines Jahrgangs war doch mehr als respektabel. Seniorenfahrer Thomas Krön konnte sich nach 17 km über einen 10. Platz freuen.
Tags darauf wurden die Bayerischen Meisterschaften 1-er Straße ausgefahren. Morgens mussten die Seniorenfahrer Thomas Krön und Holger Hauser nun auf einem 12 km langen Rundkurs um Stadtlauringen gegen ihre Konkurrenten kämpfen und sicherten sich am Schluss die Plätze 6 und 10 in der Seniorenklasse 2 (ab 40).
Der Jugendfahrer Juri Fischer ersprintete sich zum Rennende Rang 12, nachdem er nicht mehr in die Gruppe um den späteren Sieger Manuel Porzner (Ansbach) hatte springen können.
Ein Highlight setzte noch einmal Pascal Hartmann im Schülerrennen mit Platz 4. „Nur so knapp am Treppchen vorbei“, war der Concorde kurz nach Rennende noch ein bisschen enttäuscht. Er hätte gar zu gerne zweimal am Wochenende auf dem Siegerpodest gestanden.
Dann durfte Pascal Hartmann mit der Bayern-Mannschaft die TMP-Tour in Thüringen bestreiten, eine internationale Etappenfahrt für Schüler- und Jugendfahrer, wo er mit einem 14. Platz in der 1. Etappe und dem 15. Platz in der Gesamtwertung zurückkam. Danach kam seine Siege in Rodenbach und beim Einzelzeitfahren in Kösching zur Erfolgsbilanz dazu. Darüber hinaus sicherte er sich den oberfränkischen Meistertitel am Berg, den 3. Platz bei der bayerischen Bahnmeisterschaft und noch 18 weitere Top-Ten-Platzierungen. In der Gesamtwertung der Rangliste der bayerischen Sichtungsrennen liegt er nun auf Rang 3.
Bei der deutschen Meisterschaft der Schüler am 28. August in Genthin (Sachsen-Anhalt) erkämpfte er sich die wohl beste Platzierung seiner jungen Karriere: Platz 3 im Mannschaftszeitfahren über 20 Kilometer mit der Bayern-Mannschaft. Obwohl der vierte Mann schon bei der Wende ausfiel und die verbliebenen bayerischen Zeitfahrer nur noch zu dritt im Kampf gegen die Uhr waren, erkämpfte sich Patrick Haller, Michael Schübel, Florian Gindhart und unser Pascal Hartmann nach 28:29,97 min nur 3 Sekunden hinter der zweitplatzierten Landesverbandsmannschaft aus Berlin den ausgezeichneten 3. Platz. Das war schon etwas Besonderes bei der Siegerehrung der Deutschen Meisterschaft auf dem Podest zu stehen und die Nationalhymne zu hören.
Der Jugendfahrer Juri Fischer konnte sich in seinem ersten Jahr in der Jugendklasse einen bravourösen Sieg beim Jubiläumsrennen in der Gartenstadt erkämpfen und sechs weitere Top-Ten-Plätze. Für ihn bedeutete dies Platz 15 in der Bayern-Wertung als fünftbester „Einjähriger“. Beide Nachwuchsfahrer gewannen jeweils noch die Dienstagabend-Rennserie in Kulmbach in ihren Klassen.
Zu den Aktivposten in der Rennsportabteilung zählten nach wie vor die Seniorenfahrer. Neben Alfred Riemer, der heuer etwas kürzer trat und sich dennoch den bayerischen Vizemeistertitel Kriterium in Kulmbach und den Titel „Oberfränkischer Bergmeister 2011“ in Stadtsteinach holte, konnte Erfolgsgarant Thomas Krön vier Siege in Altenstadt, Kulmbach, Elxleben und Freising einfahren und sich zum wiederholten Mal auch den Titel bayerischer Kriteriumsmeister sichern. Im Juni bei den Europameisterschaften der Masters in Žďár nad Sázavou in Tschechien fuhr Thomas Krön In der Altersklasse 45 – 49 Jahre beim Straßenrennen auf Platz 4. Außerdem durfte sich der Drosendorfer noch über Platz 1 bei der Kulmbacher Rennserie in der Seniorenklasse 2 und 18 weitere Platzierungen unter den besten 10 freuen. Neben Georg Arneth mit drei Plätzen unter den besten 10 war auch Holger Hauser im Seniorenbereich aktiv. Er konnte sich in seinem ersten Jahr bei den Senioren 2 siebenmal einen Platz unter den ersten Zehn erkämpfen. Wendelin Bäumler und Hans Krön sicherten sich bei den oberfränkischen Bergmeisterschaften Platz 3 und 4. Außerdem waren bei Seniorenrennen Christian Denzler, Detlef Seidemann und Winfried Kaindl u.a. mit Top-Ten-Plätzen erfolgreich. Holger Hauser und Detlef Seidemann bestritten den MTB-Alpina Cup, eine 10-teilige MTB-Marathonserie, und erstrampelten sich die Plätze 4 und 6 in der Gesamtwertung. Daneben vertraten noch Alexander Düsel und Alfred Simms die Farben der Concordia im Seniorenbereich.
Im Amateurbereich waren in 2011 nur noch wenige im Renneinsatz, zu ihnen zählten Carsten Dauscher, der Dritte der oberfränkischen Bergmeisterschaft, Thomas Lauterbach, Friedrich Max, Florian Neumann, Patrick Sukiennicki und Tobias Riedl, der in dieser Saison auf der Straße etwas kürzer trat.
H. Konrad
Das Internationale Radcross-Rennen im November 2009 um den 7. Karl-Wagner-Preis sorgte für Spannung und bescherte den Rad- sportfans bei Temperaturen über zehn Grad, immerhin 25 Grad wärmer als am DM-Wochenende im Januar, zwei spannende Entscheidungen kurz vor dem Zielstrich am Mühlberg. Hanka Kupfernagel (Itera-Stevens) und Johannes Sickmüller (Stevens Cyclocross Team Hamburg) entschieden erst in den Schlussminuten ihre Rennen für sich. Die Engländerin Helen Wyman verlangte der Weltmeisterin Kupfernagel alles ab und auch Sickmüllers Teamkollege Ole Quast gab sich nach dem Sturz des Mitfavoriten und Vize-Weltmeisters Christoph Pfingsten erst kurz vor Schluss geschlagen. Die knapp 200 Starter fühlten sich diesmal auf einer grünen Strecke statt einer eisigen Piste wohl, die RMV-Mannschaft glänzte wie gewohnt mit ihrer Organisation.
Ein nicht alltägliches Missgeschick ereilte Thomas Krön im Seniorenrennen, das Masters-Weltmeister Jens Schwedler für sich entschied. In der ersten Runde wollte er an seinem Hinterrad den Mantel wechseln, brach sich dabei eine Rippe – der 46-jährige Routinier biss sich auf die Zähne und fuhr weiter. Am Schluss wurde er noch 14. – mit "nur" vier Minuten Rückstand auf Weltmeister Schwedler und einen Rang vor seinem Teamkamera-den Winfried Kaindl.
Bei der gleichzeitig ausgefahrenen Bayerischen Meisterschaft fuhr unser Schülerfahrer Juri Fischer knapp an der bayerischen Bronzemedaille vorbei.Vom Pech verfolgt war auch Thomas Lauterbach, der nach einem gut eingeteilten Rennen auf Platz 33 einkam. Einen Podiumsplatz in der Bayerischen Meisterschaft erkämpfte sich der Scheßlitzer Ex-Concorde Tobias Riedl, der für den RSC Kehlheim startet.
Der perfekten Organisation zollte auch Manfred Ullrich vom Hauptsponsor VR Bank Bamberg großes Lob, er will dem Rad-Cross treu bleiben. Elite-Sieger Sickmüller meinte: "Hier macht es Spaß zu fahren, diesmal mussten wir nicht einmal frieren und ich kam locker ohne Trinken durch". Auch die weit gereiste Hanka Kupfernagel lobte die gute Atmosphäre in Strullendorf.
Die Lokalmatadore schlugen beim 44. Kirchweihkriterium in Strullendorf wieder einmal zu. Mit einem Sieg von Juri Fischer und einem 3. Platz von Pascal Hartmann im Schülerrennen und dem 2. Platz von Thomas Krön bei den Senioren war die Concordia Strullendorf mehr als zufrieden. Und als dann noch der Scheßlitzer Ex-Concorde Tobias Riedl im Eliterennen hinter dem Sieger aus Mittelfranken Sebastian Körber als Zweiter auf dem Podest stand, war ein erfolgreiches „fränkischen Wochenende“ zu Ende gegangen, das schon mit einem Doppelsieg von Fischer und Hart-mann am Samstag in Altenkunstadt begonnen hatte.Obwohl von Bürgermeister Andreas Schwarz mit Ladehemmung auf die Strecke geschickt, gestaltete sich das Rennen der Eliteklasse alles andere als gehemmt. Dafür sorgte schon das erlesene, topbesetzte Starterfeld mit den drei KT-Profis Florenz Knauer, Alexander Grad (beide Team Kuota Indeland) und Holger Burkhardt (CKT TMIT - Champion System) und den starken Mannschaften aus Herpersdorf, Wendelstein und Kempten. Das Renngeschehen war geprägt von hohem Tempo, auch initiiert von den vielen Prämien der ortsansässigen Firmen.
Die 49. Auflage des Gartenstadt-Kriteriums, das die Concordia wieder mit dem Bürgerverein Gartenstadt ausrichtete, war mit namhaften Elitefahrern gespickt. 80 Fahrer aus ganz Süddeutsch-land kämpften bei hervorragenden Wetterbedingungen um Punkte und Platzierungen. Am Ende siegten die Favoriten vom Team Baier Landshut: der Olympiateilnehmer Erik Hoffmann vor dem amtierenden bayerischen Meister Helmut Trettwer. Unser Lokal-matador Thomas Krön konnte aufgrund seiner Spurtqualität in verschiedene Wertungen hineinfahren und landete am Schluss auf Rang 5. Jung-Profi und Ex-Concorde Florenz Knauer (Team Kuota-Indeland) fuhr auf den ausgezeichneten dritten Platz.Rennsport Straße
Für 2010 hatten 22 Fahrer eine Lizenz gelöst, darunter nur noch 3 Nachwuchsfahrer: Juri Fischer, Pascal Hartmann (beide Schüler U15) und Marcel Granzner in der Juniorenklasse. Rennradsport steht weiterhin unter einer harten Belastungsprobe, da Schule und Beruf immer mehr Zeit fordern und immer weniger Freizeit für das Radfahren zur Verfügung steht. Diese Entwicklung setzt sich auch bei uns im Verein fort. Quo vadis Radsport?
Die Erfolgsausbeute der Concordia Strullendorf kann sich trotzdem sehen lassen: 15-mal in der Saison auf dem Siegerpodest ganz oben und noch 28-mal durften Concorden als Zweiter und Dritter auf dem Treppchen stehen.
„Krön kann Vorjahressieg in Schrobenhausen wiederholen“, „Zwei Siege für Krön und Fischer“, so lauteten die Schlagzeilen anfangs der Saison. Diese beiden Radsportler waren auch die Aktivposten unter den Lizenzträgern.
Der Schülerfahrer Juri Fischer legte sich in dieser Saison voll ins Zeug und die Erfolge gaben ihm recht. Seine vier Siege in Passau, Alten-kunstadt, Strullendorf und Buchloe wurden ergänzt durch den Gewinn des Dienstagabend-Rennen in Kulmbach und den 1. Platz bei der Nürnberger Sommerbahnmeister-schaft, sowie den oberfränkischen Bergmeistertitel. Außerdem stand er in seinen 31 Rennen achtmal als Zweiter oder Dritter auf dem Siegerpodest, gefolgt von elf Top-Ten-Platzierungen. Bei der Bayerischen Meisterschaft im Mannschaftzeitfahren wurde er mit seinem 4er-Team Dritter. Mit dem Bayernkader war er öfters im Einsatz, Höhepunkt in seiner noch jungen Radsportkarriere war zweifellos die Teilnahme an der 18. Internationalen Kids-Tour, einer Rundfahrt über 3 Etappen für die Klassen U13 und U15. Sie fand vom 20. bis 22. August 2010 in Berlin für insgesamt 250 Starter aus Belgien, Griechenland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Russland, Slowenien, Tschechien und verschiedenen deutschen Landesverbänden statt. Mit seiner Mannschaft Team Franken holte Juri am Schluss Platz 2 in der Mannschaftswertung und stand am Kurfürstendamm auf dem Siegerpodest. Sein Kapitän Manuel Porzner gewann diese internationale Rundfahrt der Schülerklassen, während Juri in der Gesamtwertung den guten 23. Platz unter 152 Teilnehmern aus 9 Nationen belegte. „Das war mal eine ganz andere Erfahrung mit so vielen internationalen Topfahrern und das bei einer Rundfahrt über 3 Tage zusammen zu sein. Schön war´s“, strahlte der Strullendorfer Schüler über seinen Erfolg.
Juri Fischers Teamkollege bei den Schülern Pascal Hartmann hatte Mitte der Saison frisch mit dem Radrennsport begonnen und konnte mit seinen fünf Podestplatzierungen und vier weiteren Top-Ten-Plätzen in zwölf Rennen schon auf sich aufmerksam machen. Auch errang er den oberfränkischen Vizemeistertitel am Berg.
Der engagierte Juniorenfahrer Marcel Granzner fuhr in dieser Saison weiter bei Bundesligarennen im Team U19 Franken. Zu seiner Ausbeute gehörte Platz 3 in Döhlau und Platz 14 bei der bayerischen Meisterschaft im Zeit-fahren in Karbach.
Bei den Frauen überzeugte Simone Röckelein in Ansbach mit einem 6. und 11. Platz bei der Bayerischen Meisterschaft im Einzelzeitfahren bzw. auf der Straße und einem 9. Platz in Altenstadt. Bei ihrem Heimrennen in Strullendorf war Simone gestürzt und musste die Saison vorzeitig beenden.
Aktiv wie immer waren unsere Seniorenfahrer. Allen voran Thomas Krön, unser einziger A-Fahrer und das mit 46 Jahren. Zu Kröns fünf Siegen in Schrobenhausen, Döhlau, Wettstetten, Weißenhorn und Aichach kamen noch seine acht Podestplatzierungen und der übliche Gewinn der Dienstagabend-Rennserie in Kulmbach. Außerdem durfte sich der Routinier wieder einmal über einen bayerischen Meistertitel freuen. Bei den offenen Bayerischen Kriteriums-Meisterschaften für Senioren in Vöhringen sicherte sich der Drosendorfer die Meisterehre für 2010 und bei der oberfränkischen Bergmeisterschaft in Stadtsteinach holte er sich den Vizemeistertitel am Berg.Vom 24. – 26. Juni fanden die Rad-Europameisterschaften der Masters in Žďár nad Sázavou in Tschechien statt. In der Altersklasse 45 – 49 Jahre konnte sich Thomas Krön beim Zeitfahren Platz 8 und beim Straßenrennen Platz 6 erkämpfen.
Ein großartiger Erfolg wurde Krön noch bei der Deutschen Straßen-meisterschaft der Masters in Görlitz beschert. Mit seinem 4. Platz unter 110 Startern fuhr er in der Seniorenklasse 2 (ab 40) nur knapp am Podest vorbei. „Ich bin schon etwas enttäuscht, wieder einmal den Podestplatz verpasst zu haben“, meinte der Drosendorfer Radhändler nach dem schweren Rennen.
Am Saisonende hatte Thomas Krön leider einen schweren Sturz in Mindelheim, an dessen Folgen er noch laboriert. Gute Besserung, damit du in der nächsten Saison wieder eingreifen kannst!
Bei der Senioren-WM in St. Johann, bei der Thomas Krön beim Straßenwettbewerb auf Platz 21 fuhr, durfte sich unser Senioren-fahrer Alfred Riemer neben einem 14. Rang beim Radweltpokal und einem 5. Platz beim Wilden-Kaiser-Bergpokal über den ausge-zeichneten 11. Platz auf der Straße freuen. „Ich bin glücklich, ohne größere Blessuren über die Runden gekommen zu sein und dann auch noch auf so einem guten Platz. Heute wäre mehr drin gewesen“, kommentierte Riemer seine gute Leistung beim Straßenwettbewerb, war er doch schon bei der EM in Tschechien erfolgreich gewesen. Dort belegte er beim Zeitfahren in der AK 60-64 mit 1:59 min Rückstand auf den Doppelsieger Gerhard Hrinkow aus Österreich auch schon Platz 11. Im Straßenrennen erkämpfte er sich den erfreulichen 7. Rang. In seinen 19 Rennen konnte Riemer fünf Platzierungen unter den ersten Zehn herausfahren und sich in Stadtsteinach den oberfränkischen Bergmeistertitel der Seniorenklasse 3 sichern, sowie die Dienstagabend-Rennserie in Kulmbach für sich entscheiden.
Neben Thomas Krön und Alfred Riemer waren bei Seniorenrennen Georg Arneth, Christian Denzler, Holger Hauser und Winfried Kaindl u.a. mit Top-Ten-Plätzen erfolgreich. Hauser erstrampelte sich beim MTB-Alpina Cup, einer 10-teiligen MTB-Marathonserie, den 3. Platz in der Gesamtwertung. Außerdem vertraten noch Detlef Seidemann, Alfred Simms, Wendelin Bäumler und Hans Krön die Farben der Concordia, letzterer holte sich mit 74 Jahren auch noch den oberfränkischen Vizemeistertitel am Berg.
Im Amateurbereich waren schon in 2009 nur noch wenige Fahrer im Renneinsatz, zu ihnen gehörten Andreas Fischer und Jan Konrad. Der erste hat nun seine Karriere beendet, der zweite ist aus privaten Gründen ins Allgäu gezogen und fährt jetzt für den RSC Kempten. Zu den lizenzierten Amateurfahrern in 2010 zählten der oberfränkische Bergmeister Carsten Dauscher und Florian Neu-mann, der die Jeantex-Tour-Transalp über 7 Etappen als 87. von 153 Teilnehmer beendete, daneben noch Andreas Kröner, Thomas Lauterbach, Philine Leykam, Christopher May, Manuela Mohr, Felix Rohrbach und Patrick Sukiennicki.
H. Konrad
Ein ganzes Jahr hatten wir darauf hingearbeitet und uns intensiv darauf vorbereitet, auf die Deutsche Meisterschaft im Radcross am 10./ 11. Januar diesen Jahres. Unser Ziel war es gewesen, eine Deutsche Meisterschaft zu organisieren, die Maßstäbe setzen und an die sich jeder gerne erinnern würde. Das ist uns gelungen, das Lob von allen Seiten gab uns Recht. Die Radcross-DM 2009 wurde zu einem Glanzpunkt in der Vereinsgeschichte.
"Eine Stimmung fast wie in Belgien" - und das aus dem Mund der Weltmeisterin Hanka Kupfernagel, ein größeres Lob hätte die Concordia Strullendorf nicht bekommen können. Nochmals ein riesengroßes Dankeschön an unsere 140 ehrenamtlichen Helfer aus allen Abteilungen, die Lob für ihre Professionalität und ihr stets freundliches Auftreten bekamen. Ihr wart wirklich Spitze!!!!! Es war ein Fest des Sports, das wir mit unseren Gästen aus ganz Deutschland feiern konnten.
Bei „Kaiserwetter" mit strahlendem Sonnenschein und tiefen Minusgraden heimste die Ausnahmeathletin Deutschlands, die vierfache Weltmeisterin Hanka Kupfernagel bei den deutschen Titelkämpfen bei uns überlegen einen weiteren Titel ein.
Der Weltcupgesamtsieger und Europameister der U23, der erst 21-jährige „Wahlbelgier“ Philipp Walsleben vom Team BKCP-Power Plus wurde am 2. Tag der Deutschen Meisterschaften seiner Favoritenrolle voll gerecht und erkämpfte sich erstmals den Deutschen Meistertitel der Elite, obwohl er eigentlich auch in der Nachwuchsklasse der U23 startberechtigt gewesen wäre. Am Ende hatte Philipp Walsleben 45 Sekunden Vorsprung auf René Birkenfeld (Stevens Cyclocross) und Paul Voss (Milram). Insgesamt 4000 Fans kamen nach Strullendorf, darunter auch Schirmherr Innenminister Joachim Herrmann, der ebenso wie der Verband und die Fahrer uns als Veranstalter höchstes Lob zollte.
Hanka Kupfernagel und Philipp Walsleben wurden Ende Januar auch bei der Cross-WM im holländischen Hoogerheide Vize-Weltmeisterin bzw. U23-Weltmeister.
Mehr Infos und Fotos zur Deutschen Meisterschaft im Radcross:
www.cross-dm2009.de
Im Juli stand wie immer das 43. Strullendorfer Kriterium auf dem Programm, bei dem Bürgermeister Andreas Schwarz bei hochsommerlichen Temperaturen den Startschuss für ein hochklassig besetztes Feld der Eliteklasse gab. Das Renngeschehen war geprägt durch drei KT-Profis. Allen voran der Ex-Altenkunstadter Grischa Janorschke vom Team Nutrixxion Sparkasse, der das Rennen dominierte, bei allen Wertungen punktete und schon fünf Runden vor Schluss als Sieger feststand. Auf den Plätzen 2 und 3 fanden sich Felix Grandl (team erdgas schwaben) und der KT-Profi vom Team Milram Sebastian Frey. Für die Strullendorfer Lokalmatadoren und Ex-Concorden Florenz Knauer und Tobias Riedl verlief das Rennen am Anfang nach Maß, die entscheidende Gruppe um die späteren drei Erstplatzierten hatten sie dann aber leider verpasst, so dass sie auf den Plätzen 4 und 6 landeten. Auch Thomas Krön war das gleiche Missgeschick im Seniorenrennen passiert und er musste sich mit Platz 4 begnügen. So rettete diesmal eine Frau die Ehre der Concordia, die Burgebracherin Simone Röckelein stand im Frauenrennen als Zweite auf dem Podest.
Beim diesjährigen Gartenstädter Kirchweihkriterium war im Eliterennen nur ein Profi besser als unser Thomas Krön, der sich als Seniorenfahrer mit taktisch kluger Fahrweise hinter dem 10-fachen deutschen Meister Christian Bach vom Continental Team Milram den 2. Platz in der Eliteklasse sicherte.
„Das war ganz schön knapp, aber ich freue mich über den 2. Platz”, meinte Thomas Krön nach dem Rennen. Die ersten Gratulanten waren seine Kinder Anna-Lena und Niklas, die stolz auf den Erfolg ihres Papas waren.
Die jüngeren Fahrer im Feld erkannten Kröns Leistung an: „ Du bist noch verdammt schnell, kaum zu glauben!”
Der Juniorenfahrer Marcel Granzner zeigte in der Gartenstadt bei seinem ersten Rennen nach längerer Zwangspause eine exzellente Leistung und erkämpfte sich ebenfalls Platz 2. Das Renngeschehen wurde zunächst von den zwei Laufer Fahrern Christian Pfeiffer und Christian Dietel dominiert, bis Marcel sein Herz in die Hand nahm und einen Vorstoß wagte. Für ihn war es nach längerer Krankheit wieder sein erstes Rennen. Würde er dieses Unterfangen erfolgreich beenden können? Er fühlte sich gut und so entfernte er sich immer weiter vom Feld. Am Ende hätte er das Feld fast noch überrundet. Die 20 Punkte, die er auf seiner Flucht sammelte, sicherten ihm am Rennende den 2. Platz.
Rennsport Straße
Für Siege war in dieser Saison wie immer der Seniorenfahrer Thomas Krön zuständig. Das Dutzend hat er diesmal voll gemacht. Sage und schreibe 12 mal ganz oben auf dem Podest, das soll ihm erst mal einer nachmachen! Vier Siege in Folge innerhalb von 17 Tagen in Burgstädt, Herrieden, Saulheim und Schrobenhausen, und dann noch 2 Siege in Gera und Gottesgrün bei Greiz daraufgesetzt. Die Hälfte der Ausbeute war schon geschafft. Unser „Tommi“ schwamm auf einer Erfolgswelle. Mit dem Bayerischen Meistertitel auf der Straße bei den Senioren 2 in Herrieden bei Ansbach war er in die Saison gestartet und bestätigte wieder einmal seine Extra-Klasse.
Bei der Int. Masters-Radrundfahrt Tirol belegte er unter 120 Startern aus sieben Nationen in der Gesamtwertung Platz 22 und kam mit seinem Poison Team Deutschland nach 5 Etappen auf Platz 5 ein. Der Drosendorfer Radhändler kommentierte seine Leistung so: „Ein 5. Platz auf der 1. Etappe, ein 2. auf der 2. Etappe und kleinere Schürfwunden auf der 4. Etappe, das war für mich die Ausbeute auf der Rundfahrt”.
In Rödingen bei Kerpen sicherte er sich bei den deutschen Meisterschaften der Senioren 2 (40 bis 50 Jahre) den 7. Platz mit 40 Sekunden Rückstand auf eine sechsköpfige Spitzengruppe um den Deutschen Meister Armin Raible.
Kurz darauf erkämpfte er sich bei der Europameisterschaft im tschechischen Stránčice auf der Straße Rang 6 und im Einzelzeitfahren Platz 16. Beim Großen Straßenpreis des Donnersbergkreises im pfälzischen Bolanden holte sich Thomas Krön seinen 7. Sieg und in Ingolstadt folgte Sieg Nummer 8.
Ende August fuhr er dann bei der Radsportwoche in St. Johann/Tirol beim Weltpokal auf den 4. Platz und ließ den amtierenden Deutschen Meister und späteren Weltmeister Armin Raible auf dem Traditionskurs über 112 km auf Platz 6 hinter sich. In den folgenden Rennen erkämpfte er sich noch einige Podest-Platzierungen. Mit seinen folgenden 3 Siegen in Aichach, Mindelheim und Deidesheim erstrampelte sich der Strullendorfer Concorde nicht nur den zwölften Saisonsieg, sondern liegt nun in der deutschen Rangliste auf Platz 10. Ganz nebenbei sicherte er sich noch den Verbleib in der A-Klasse, der höchsten deutschen Amateurklasse und das mit 46 Jahren! Hut ab!
Die Seniorenmannschaft bei der Concordia funktioniert. Neben Thomas Krön waren auch noch seine Teamkollegen Alfred Riemer und Georg Arneth im Einsatz, die sich gegenseitig bei den Rennen unterstützten. Alfred Riemer konnte dabei mit Platz 4 in Greiz und Rang 11 in Gera auch einige gute Platzierungen herausfahren. Als Einzelstarter bei der Tirol-Rundfahrt schlug er sich achtbar im überwiegend mit Sen.2-Fahrern (ab 40) besetzten Feld und beendete die Rundfahrt als 76ter unter 88 Fahrern, die das Ziel erreichten. In der Sen.3-Wertung (ab 50) belegte er den 14. Platz.
Bei der Bay. Meisterschaft in Herrieden hatte er sich in der Seniorenklasse 3 Rang 10 erkämpft und den Titel „Oberfränkischer Bergmeister“ ließ er sich Ende September in Stadtsteinach nicht nehmen. Hier erkämpfte sich Georg Arneth auch Rang 3 bei den Senioren 2 hinter Thomas Krön und Wendelin Bäumler sicherte sich bei den Senioren 4-Fahrern den ofr. Vizemeistertitel am Berg.
Bei den Frauen fuhr Simone Röckelein bei der bay. Meisterschaft auf der Straße auf Platz 11, während sich die Burgebracherin bei der bay. Einzelzeitfahrmeisterschaft auf der 14,3 km langen Strecke schon unter den Top Ten auf Rang 10 platzieren konnte. Neben diesen guten Platzierungen bei der „Bayerischen“ erkämpfte sie sich einen 17. Platz in Breitenworbis, Rang 16 in Aichach und den guten 7. Platz in Altenstadt. Bei der bay. Bergmeisterschaft in Günzach zeigte sie sich als Neunte in guter Verfassung und ließ ihrem 2. Platz in Strullendorf Rang 4 und 10 in Viechtach und Lauf folgen. Den Schlusspunkt einer erfolgreichen Saison setzte sie dann mit Platz 6 in Dachau.
Im Amateurbereich sind nur noch wenige im Renneinsatz, zu ihnen gehören Andreas Fischer, Holger Hauser und Jan Konrad.
Ein Highlight der abgelaufenen Saison war für den Elitefahrer Jan Konrad sicherlich seine Teilnahme am Gateway-Cup in St. Louis/ USA, dem Tor zum Westen. Mit seinem Freund Emanuel Schwager von bike sport Ansbach zeigte er seine Sprintqualitäten und die beiden glänzten in dieser viertägigen Rennserie in der Vier-Millionenstadt in Missouri als Team Concordia Germany. Zurückgekehrt sind die zwei mit 3 Top-Ten-Platzierungen und wunderschönen Eindrücken aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten.Die beiden Elitefahrer mussten in der Kategorie 3 gegen 150 Fahrer aus ganz „Midwest America" antreten. Da die amerikanischen Kriterien auf Endspurt gefahren werden, fällt die Entscheidung über Sieg und Platzierung immer erst in der letzten Runde. Jedes der vier Rennen ging auf einem 1,6 km langen Rundkurs über jeweils 45 Minuten plus 5 Runden. „Five more laps to go”, so tönte es kurz vor Schluss aus allen Lautsprechern und der Kampf um die besten Positionen begann. Als dann die zwei Sprecher, die das Publikum mit ihrer Kommentierung des Rennens zu Begeisterungsstürmen anspornten, verkündeten: „Ring the bell, ring the bell!” (Glocke zur letzten Runde) ging es mit einer extrem hohen Geschwindigkeit auf die letzte Meile.
„Wenn der Gateway-Cup noch ein paar Tage gedauert hätte, wären wir noch besser geworden”, meinten die beiden glücklich über ihre Erfahrungen und ihre Plätze am Ende der Rennserie. Als sie dann anschließend noch beim Start der Tour of Missouri mit dem deutschen Profi Jens Voigt ein paar Worte wechseln konnten und vom lokalen Radiosender interviewt wurden,strahlten sie noch mehr.Für 2009 hatten 28 Fahrer eine Lizenz gelöst, darunter nur noch 2 Nachwuchsfahrer. Rennradsport wird durch die immer größer werdenden Belastungen in Schule und Beruf und immer weniger Freizeit, die für Radfahren zur Verfügung steht, auf eine harte Belastungsprobe gestellt. Diese Entwicklung ist auch bei uns im Verein zu beobachten. Die Horrormeldungen über „Dopingpraktiken“ bei Berufsfahrern sind der positiven Entwicklung im Radsport auch nicht gerade zuträglich.
Im Nachwuchsbereich zählen deshalb nur noch Juri Fischer (Schüler U15) und Marcel Granzner (Junioren U19) zu den wenigen Aktiven. Der engagierte Juniorenfahrer Marcel Granzner, der seit diesem Jahr für Bundesligarennen im Team U19 Franken fuhr, wurde durch gesundheitliche Probleme zurückgeworfen, und auch unser letztjähriger Bayern-Auswahlfahrer Simon van den Höövel hat seine „Karriere“ zu Gunsten seiner Schulausbildung beendet.
G. Konrad
Fachwart Radsport
(komm.)
Die Schatten der Deutschen Meisterschaft im Radcross am 10./11. Januar 2009 warfen schon Anfang des Jahres 2008 ihre Schatten voraus. Bei der Tagung aller Cross-Veranstalter im März sah sich der Bundestrainer Patrick Moster die DM-Strecke rund um die Hauptsmoorhalle in Strullendorf an und kommentierte die Attraktivität des Querfeldein-Sports so: „Cross-Sport ist die attraktivste Radsportart, die wir haben und Hanka Kupfernagel als mehrfache Weltmeisterin unter internationalem Aspekt das Aushängeschild für den Cross-Sport überhaupt." Schöner kann man die Werbetrommel für die für Zuschauer und Sportler äußerst interessanten Rad-Cross-Wettbewerbe nicht mehr rühren. Die Vorbereitungen für das Großereignis in Strullendorf sind intensiv im Gange. Neben den Hauptsponsoren VR Bank Bamberg und Nürnberger Versicherungsgruppe sind weitere Sponsoren aus der Region an Bord und die Grobplanung ist perfekt.
„Dank dem Ehrenamt“ – unter diesem Motto stand dann im September die 1. Pressekonferenz zur Deutschen Meisterschaft. Im Kristallsaal des Hirschaider Möbelhauses Neubert XXXL konnten sich neben Sponsoren und Journalisten auch zahlreiche ehrenamtliche Helfer der Cross-DM über den aktuellen Stand und die geplanten Aktionen informieren. Ein großes Lob sprach René Birkenfeld, der deutsche Meister 2007, den Organisatoren und ihren Ehrenamtlichen für ihre Vorbereitungen aus: „So eine Organistion habe ich noch nie gesehen.“ Er prognostizierte für die DM 2009 „ein schnelles Rennen – mit 3 Fahrern, die gemeinsam auf die Schlussrunde gehen.“
Bei der DM im Januar steht nicht nur Radsport an: Ein Schulvergleichswettkampf im Crosslauf für 3er-Staffeln, eine Fette-Reifen-Rennen für Anfänger, eine Sambagruppe, Tanzeinlagen der Meistergarden der Concordia, Quad-Fahrten, eine Verlosung und Ausstellungen werden die Zuschauer an der Rennstrecke begeistern. „Strullendorf wird diese Tage zu einer riesigen Feier machen“, freute sich BDR-Koordiantor Walter Röseler auf das Radsportfest in Strullendorf. 400 Sportlerinnen und Sportler, ebenso viele Betreuer, Journalisten, Offizielle, Sponsoren, cirka 2000 Besucher an jedem Meisterschaftstag – auf Strullendorf und die Concordia wartet mit der Deutschen Meisterschaft Radcross ein Sportevent der Extraklasse!
Um sämtliche Aufgaben, die eine solche DM mit sich bringt bewältigen zu können, brauchen wir DICH!!!
Gesucht werden rund 100 - 120 freiwillige Mitarbeiter, die uns im Vorfeld zum Aufbau und an beiden Tagen von 8.00 bis 16.00 Uhr unterstützen.
Wer Lust hat bei dem Sportevent des Jahrs 2009 live und hautnah mit dabei zu sein, melde sich bitte unter
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oder 09543-851724. Danke!
Die Radsportler wurden in 2008 auch wieder mit neuen Trikots ausgestattet, nach dem mit der Fa. Mäder Strullendorf ein neuer Co-Sponsor gefunden wurde. Aus diesem Anlass gab es eine kleine Trikotpräsentation, bei der fast alle Aktiven anwesend waren und sich über die neuen Trikots freuten.
Unser Kirchweihkriterium im Juli war diesmal nicht nur von Sonne gekrönt. Sonnenschein, Regenschauer und Windböen bestimmten die Dramaturgie des Renntages und trotzdem war es wieder eine gelungene Veranstaltung. Vor allem der souverän herausgefahrene Sieg von Thomas Krön in der Seniorenklasse ließ trotz Regen und Kälte nicht nur die Zuschauer strahlen. Während die Hobbyfahrer noch bei Sonnenschein fahren konnten, sah es für die Fette-Reifen-Renners gar nicht gut aus. Regen, starker Wind und zunehmend kühlere Temperaturen, das war ein Grund das Rennen eventuell abzusagen. Aber die Kinder waren so begeistert und wollten undedingt in ihr Rennen gehen, dass die Nachwuchsrennfahrer trotz Regens auf die Strecke geschickt wurden. Mit Begeisterung trotzten sie auf ihren 2 Runden dem Wetter und strahlten auf dem Podest über ihre Leistung. Bei solch einer Einstellung zum Sport braucht es uns um den Nachwuchs nicht bange sein.
Schnelles Tempo und Topbesetzung beim Gartenstadt-Kriterium – bis zur letzten Runde blieb das Traditionsrennen in der Gartenstadt diesmal spannend, die Schlusswertung entschied über die Plätze auf dem Stockerl. Der Sieger hieß nach 1:30:31 h Martin Boubal. Sein Teamkollege Felix Wachter verdrängte den jungen Lokalmatadoren Florenz Knauer vom Podest, der punktgleich mit ihm dann auf Platz 4 kam. Unser Routinier Thomas Krön (2.v.r.) erkämpfte sich in dem topbesetzten Elite-Rennen als über 40-jähriger Platz 10. Im Jugendrennen ersprintete sich Marcel Granzner mit Platz 4 die „Holzmedaille”.
Rennsport Straße
Die Silbermedaille bei den Paralympics in Peking – das war 2008 wohl der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Die Behindertensportlerin Barbara Weise, die seit drei Jahren bei der Concordia fährt, holte sie am 12. September beim Einzelzeitfahren der Klasse Mixed CP1/CP2 über 12,7 km. In einer Zeit von 28:52:76 war sie die schnellste Frau im gemischten Starterfeld und wurde als Zweitplatzierte gewertet.
Tags darauf belegte sie im 27,2 km langen Straßenrennen auf ihrem „Dreirad“ wieder als schnellste Frau Rang 8. Mit dem Gewinn der Silbermedaille erfüllte sich für die 43-jährige ein Traum. Die Concordia Strullendorf freut sich mit über diesen grandiosen Erfolg und gratuliert der sympathischen Höchstadterin.
Was ist in Sachen Rennsport sonst noch zu vermelden? Die Turbulenzen des Profiradsports in Sachen Doping haben ihre Auswirkungen auch auf unseren Nachwuchs. Wir haben zwar 11 lizensierte Nachwuchsfahrer und zwei U23-Fahrer, aber richtig aktiv sind nur wenige. Sich als Jugendlicher neben Schule und Ausbildung auch noch für die zeit- und trainingsintensive Sportart Radsport zu begeistern, wird immer schwieriger, genauso wie ehrenamtliche Helfer für ihr Training und ihre Betreuung zu finden. Auch der Einsatz der Eltern und ihre Unterstützung für den Radsport wird immer wichtiger. Radsport in der Krise? Wir hoffen, dass diese schöne Sportart für die wenigen radsportbegeisterten Jugendlichen, die es noch gibt, attraktiv bleibt und auch wieder Menschen im Ehrenamt bereitstehen die Faszination Radrennsport zu vermitteln.
Trotz allem gibt es natürlich auch Erfolge bei den Radsportlern. Im Schneeschauer ein Rundstreckenrennen zu bestreiten, so sah das erste Renneinsatz im März für Marcel Granzner, den Jugendfahrer der Concordia Strullendorf aus. Nach Rennende freute sich Marcel dann über seinen 2. Platz auf dem Siegerpodest und hatte seine Saison schon mal gut begonnen. Fleiß und Ausdauer des Concorden beim Training und in zahlreichen Renneinsätzen wurden belohnt. Der Vierether durfte sich im Juni in Abensberg bei Regensburg über seinen ersten Sieg freuen. Bei der bayerischen Meisterschaft im Einzelzeitfahren in Nesselwang im Allgäu fuhr er knapp am Podest vorbei. Mit dem ausgezeichneten 4. Platz verpasste er eine Medaille nur um 7 Sekunden. Den oberfränkischen Vizemeistertitel am Berg erkämpfte er sich am Ende der Saison in Stadtsteinach. 18 Top-Ten-Platzierungen bei 43 gefahrenen Rennen zeigen den Ehrgeiz und den Einsatzwillen, der dahintersteckt. Weiter so, Marcel!
Der Juniorenfahrer Simon van den Höövel, der in dieser Saison wieder in der Bayern-Auswahlmannschaft Quest-Ralph-Denk-Team fuhr, schien anfangs der Saison den 4. Platz gepachtet zu haben. Schon in Schwabach auf Platz 4, belegte er diesen Platz 4 auch in Karbach und in Rosenheim. In Sossenheim ließ er dann einen 5. Platz folgen, um das Gesetz der Serie zu durchbrechen. Mit dem bayerischen LV-Team kämpfte er im Juni bei der deutschen Meisterschaft in Unna über die Distanz von sieben Runden (=135,1km) um den nationalen Titel. Als zweitbester bayerischer Fahrer ersprintete sich der Eltmanner am Schluss einen ausgezeichneten 19. Platz. Sein Kapitän Bastian Bürgel aus Karbach wiederholte seinen Vorjahreserfolg und wurde deutscher Vizemeister.
Man sah den Juniorenfahrer nur selten bei fränkischen Rennen. Meist war er mit der LV-Mannschaft bei Rundfahrten unterwegs und startete für die Concordia nur noch bei Meisterschaften. Mit seiner Saison war der Eltmanner, der in Würzburg zur Schule geht, bis August noch nicht so zufrieden. „Die Saison war bis zu jetzt nicht unbedingt mit Erfolgen übersät und dazu kamen noch viele Stürze. Aber zur Zeit hab ich das Gefühl, dass es ins Rollen kommt”, hatte der sympathische 18-jährige nach der Kriteriumsmeisterschaft in Ansbach resümiert, als er bay. Vizemeister wurde. Bei der internationalen Niedersachsenrundfahrt hätte er beinahe das Bergtrikot holen können, am Schluss wurde er Zweiter in dieser Wertung. Auch bei der Internationalen Ober-Österreichrundfahrt versuchte er seine Bergqualitäten einzusetzen, am Schluss war´s Rang 61 im Gesamtklassement unter 131 Startern für ihn. „ Meine Form stimmt jetzt, jetzt muss nur noch das Quäntchen Glück dazu kommen”, meinte der Juniorenfahrer. Mit seinen Siegen bei Kriterien in Altenkunstadt und Weißenburg zeigte er, dass er zu den sprintstärksten Juniorenfahrer in Bayern gehörte. Ein 3. Platz in Nürnberg bei der bay. Bahnmeisterschaft in der Mannschaftsverfolgung zählte neben 11 Top-Ten-Plätzen zu seinen Erfolgen.
Sieggarant, wie sollte es anders sein, war auch in der Saison 2008 unser Seniorenfahrer Thomas Krön. 9 Siege und 20 Platzierungen unter den besten 10 waren diesmal seine Ausbeute. In Kulmbach, Gera, Erding, Strullendorf, Vöhringen, Freising, Meiningen, Stadtsteinach und Altenburg trug er sich in die Siegerlisten ein. Daneben erkämpfte er sich Rang 5 bei der Deutschen Straßen-Meisterschaft in Görlitz und Platz 4 bei der Europa-Meisterschaft in Stránčice/Tschechien in der AK Senioren 45 – 49 Jahre. Außerdem nennt er den oberfränkischen Bergmeistertitel 2008 sein eigen und wurde Fünfter in der bay. Bergmeisterschaft in Stadtsteinach. Mit fünf Platzierungen in Eliterennen sicherte er sich den Klassenerhalt in der A-Klasse und bleibt unser einziger A-Fahrer. Toll!!
Alfred Riemer durfte sich 2008 über 11 Platzierungen in der Seniorenklasse 3 freuen. Ganz oben auf dem Siegerpodest stand er diesmal nicht, aber einmal Zweiter in Chemnitz und einmal Dritter in Vöhringen brachten ihm schon einen Platz auf dem Podest. Hinter seinem Teamkollegen Michael Schinhammer kam er bei der bay. Bergmeisterschaft in Stadtsteinach auf Rang 4 und bei der Oberfrankenwertung erreichte er den Vizemeistertitel, während der „Neuconcorde“ Michael Schinhammer (ofr. Bergmeister) in der bayerischen Wertung sich den 3. Platz erkämpfte. Bei den Senioren waren noch Holger Hauser, Georg Arneth, Michael Heer, Winfried Kaindl, Hans Krön und Wendelin Bäumler (ofr. Bergmeister) im Renneinsatz. Simone Röckelein kann mit ihrer Bilanz in der Frauenklasse (1 Sieg in Viechtach, 3 Platzierungen) sehr zufrieden sein. Als oberfränkische Bergmeisterin belegte sie in Stadtsteinach in der bay. Wertung Platz 4.
Der Elitefahrer Carsten Dauscher durfte sich über einen 7. Platz beim Bergzeitfahren zur Veste Heldburg freuen, sein Teamkollege Christian Denzler bei der gleichen Veranstaltung über Rang 8.
Unser großes Talent Florenz Knauer fuhr als Profi beim Continental Team Kuota Senges. Für den 19-jährigen bedeutete das eine schwere Zeit, in diesem Team mit 17 Fahrern aus verschiedenen Nationen zu bestehen. So bestritt er mit seinem Team verschiedene Rundfahrten wie die Tour de Normandie oder die Thüringenrundfahrt. Als Achtungserfolge sind sein 4. bzw. 5. Platz in Bamberg und Hirschaid zu zählen und der bayerischer Vizemeistertitel im Einzelzeitfahren.
Unser Vereinsmitglied André Korff war mit dem Team Volksbank bei hochklassigen Rundfahrten wie der Tour de Suisse, der Österreich-Rundfahrt, der Bayern-Rundfahrt und der Deutschland-Tour vertreten und hat als „Anfahrer“ für Olaf Pollack seinen Job erledigt.
Last but not least seien noch zwei U13-Fahrer erwähnt, auf denen die Hoffnungen der Concorden ruhen: Juri Fischer und Thomas Vogel.
G. Konrad
Fachwart
Radsport 2007
Radsportabteilung
Die Helfer der Radsportabteilung waren auch dieses Jahr mit großem Einsatz bei der Sache und überzeugten wie immer mit ihrer perfekten Organisation. Nicht nur die wahre Bilderbuch-Veranstaltung, das Crossrennen um den 5. Karl-Wagner-Preis, das bei frühlingshaften Temperaturen im November 1000 Fans zur Hauptsmoorhalle nach Strullendorf lockte, war das Aushängeschild der Radsportabteilung. Auch die gesamtfränkische Meisterschaft in Buttenheim am Himmelfahrtstag, bei der erstmals die bayerische Meisterschaft der weiblichen Nachwuchsklassen ausgefahren wurde, hatten mit Peter Streng, dem Vizepräsidenten des Bundes Deutscher Radfahrer, nicht nur einen gern gesehenen Gast, sondern lockte trotz schlechten Wetters 260 Aktive nach Franken. Nicht zu vergessen das Kriterium am Kirchweihsonntag in Strullendorf, das in diesem Jahr wieder einmal von „unserem“ Thomas Krön gewonnen wurde, sowie das Gartenstadtkriterium im August in Bamberg, wo Thomas Krön beim erstmals ausgetragenen Seniorenrennen als Sieger auf dem Podest stand. Soviel Einsatz muss belohnt werden. Die neu gestaltete Strecke beim Rad-Cross mit einer eingebauten Brücke und einer stärkeren Zentrierung um das Ziel begeisterte nicht nur Fans und Aktive, sondern war einmal mehr der Auslöser für den BDR, die deutsche Meisterschaft im Radcross 2009 nach Strullendorf zu vergeben. „Die Strullendorfer haben sich als Gastgeber bestens empfohlen.“ Beim Rad-Cross-Rennen standen erwartungsgemäß die dreifache Weltmeisterin Hanka Kupfernagel und die Nationalmannschafts-Fahrer um den Sieger Thorsten Struch im Fokus des Interesses. Bei der fränkischen Meisterschaft im Mai in Buttenheim holten sich die Concorden bei Dauerregen drei oberfränkische Meistertitel durch Simon van den Höövel (Junioren), Thomas Krön (Sen. 2) und Alfred Riemer (Sen. 3). Daneben gehörten sechs Vizemeistertitel, drei dritte Plätze und andere Top-Ten-Platzierungen zu der weiteren Ausbeute der Concordia Strullendorf. Zwei heimische Fahrer auf dem Podest ganz oben, das setzte Anfang Juli dann schon ein Ausrufezeichen in die 41-jährige Geschichte des Strullendorfer Kirchweih-Kriteriums. Bis zum Schluss gab es einen harten Zweikampf zwischen den Lokalmatadoren Thomas Krön (Concordia Strullendorf) und den für den RSC Homburg fahrenden Scheßlitzer Tobias Riedl. Nach einem sehr schnellen Rennen stand einmal mehr Thomas Krön ganz oben auf dem Siegerpodest, gefolgt vom überaus starken Tobias Riedl, der sich nur knapp geschlagen geben musste. Beim diesjährigen Gartenstädter Kirchweihkriterium dominierte der stark motivierte Lokalmatador Tobias Riedl aus Scheßlitz trotz prominenter Konkurrenz durch die Milram-Profis Grischa Janorschke und Holger Burkhardt das Hauptrennen der Elitefahrer klar und gewann am Ende souverän. Der zweite Sieger aus der Region hieß Thomas Krön von der Concordia Strullendorf, der seine Gegner beim erstmals veranstalteten Seniorenrennen in taktischer und konditioneller Hinsicht beherrschte und sich ebenfalls die Siegerschleife umhängen durfte.
Rennsport Straße
Sein großes Ziel, die Junioren-WM in Mexiko im August hat unser Junioren-Nationalfahrer Florenz Knauer leider knapp verpasst. Ausschlaggebend war bei der deutschen Meisterschaft in Hamburg zum einen das Glück des Überraschungssiegers Peter Clauß (ESV Lok Zwickau) und zum anderen Knauers extremes Pech. Erst Defekt, dann gleich danach noch Sturz, sodass er den entscheidenden Vorstoß des späteren Siegers Peter Clauß und des Zweitplatzierten Bastian Bürgel verpasste. Bundestrainer Patrick Moster entschied sich daraufhin gegen Florenz.
Dabei war vorher alles so gut gelaufen. Sein Ziel fest im Auge war Florenz bestens vorbereitet mit Trainingslagern auf Mallorca und am Gardasee in die Saison gestartet. Neben seiner Ausbildung zum Elektroinstallateur bei Elektro-Schober in Litzendorf brachte er die Zeit und die Kraft auf, abends nach der Arbeit noch 300 - 400 Trainingskilometer pro Woche zu absolvieren.
Schon beim ersten Rennen in Schönaich war er mit einem 9. Platz unter den besten Zehn zu finden. Mit der bayerischen Verbandsmannschaft konnte der Juniorenfahrer bei der Internationalen Cottbuser Junioren-Etappenfahrt einen hervorragenden 10. Platz in der Gesamteinzelwertung und einen 6. Platz bei der 1. Etappe herausfahren. Neben einem 3. Platz bei der bayerischen Straßenmeisterschaft in Buch bei Landshut zählte der 5. Platz bei der deutschen Bergmeisterschaft in Ramsau zu seinen größten Erfolgen auf der Straße. Als neuer bayerischer Meister zeigte er bei der bayerischen Kriteriumsmeisterschaft in Puchheim seine Sprintqualitäten.
Bei der Trofeo Karlsberg, einer internationalen Weltcup-Rundfahrt im Saarland, hatte er sich im Trikot der Nationalmannschaft unter 119 Teilnehmern aus 14 Nationen auf vier Etappen und einem Zeitfahren über 8,6 km das grüne Sprinttrikot geholt. Schon in der 1. Etappe (91,5 km) hatte er mit dem späteren Rundfahrtsieger Matthias Brändle (Österreich) einen Vorstoß gestartet und sich dabei den Grundstock für das Sprinttrikot erarbeitet, das er bis zum letzten Tag verteidigte. Weitere Stationen dieser Saison mit dem Nationalteam waren der Giro della Toscana in Italien, die internationale Junioren-Rundfahrt im holländischen Axel, die Niedersachsen-Rundfahrt, wo er wegen einer Erkältung das Bergtrikot knapp verpasst hatte, und die Münsterland-Rundfahrt. Beim Bundesligarennen in Genthin fuhr der Junior im Mannschaftszeitfahren mit der Bayern-Mannschaft auf Platz 3. in der Bundesliga-Gesamtwertung erkämpfte er sich am Schluss den 5. Platz. Ein Sieg in Ellwangen und der oberfränkische Bergmeistertitel gehören mit zu seinen Erfolgen.
Ein weiterer Concorde fuhr in dieser Saison für die bayerische Auswahl: Simon van den Höövel. Der Eltmanner war beim BRV-Sichtungsrennen in Rosenheim am Saisonanfang mit einem 9. Platz erfolgreich im Einsatz. Dann folgten ein 14. Platz beim Bundesliga-Rennen in Karbach und der 12. Platz bei der bay. Meisterschaft auf der Straße in Landshut. Neben dem oberfränkischen Straßenmeistertitel bei den Junioren sicherte er sich einen Sieg in Brückmühl, einen 2.Platz in Gießen und Rang 3 in Meiningen. Im nächsten Jahr wird er weiter in der bayerischen Auswahlmannschaft fahren.
Die Jugendklasse bei der Concordia war heuer mit 6 Fahrern gut vertreten. Zur Erfolgsbilanz der Jugend zählten einige Top-Ten-Platzierungen für Philipp Knauer, Thomas Knauer und Marcel Granzner. Komplettiert wurde das Sextett durch Matthias Beck, Jakob Erzfeld und Jan Waßmann. In der Oberfrankenwertung belegten die Youngsters die Plätze 2 – 7 auf der Straße, am Berg wurde Thomas Knauer ofr. Meister, gefolgt von Philipp Knauer als Vizemeister und Beck und Granzner auf den Plätzen 4 und 5. Beck, Erzfeld und Granzner sammelten außerdem mit dem Oberfranken-Team wertvolle Erfahrungen bei der TMP-Tour im thüringischen Waltershausen, der sog. Kleinen Friedensfahrt für Schüler- und Jugendklassen.
39 lizensierte Fahrer, darunter 14 Nachwuchsfahrer und fünf U23-Fahrer, das bedeutete Nachwuchsförderung bei der Concordia. Zu den jüngsten zählten Juri Fischer und Thomas Vogel in der U13-Klasse, die sich über den 2. und 3. Platz bei der ofr. Meisterschaft freuen konnten. In der Schülerklasse konnte André Fischer am Saisonbeginn beim Athletiktest in Fürth den 2. Platz aller bayerischen U15-Fahrer belegen, sein Leistungsvermögen bei den folgenden Rennen aber nicht abrufen.
Auch in der Eliteklasse gibt es Positives zu vermelden. Der U23-Fahrer Andreas Fischer durfte sich über seinen Aufstieg in die B-Klasse freuen. Mit zwei 8. Plätzen im pfälzischen Böhl-Iggelheim und in Bornheim bei Landau machte er die fünf nötigen Platzierungen komplett, so dass er ab sofort in der nächsthöheren Amateurklasse startet.
Aktiv wie eh und je zeigte sich unser Routinier Thomas Krön mit sage und schreibe 13 Siegen in der Seniorenklasse 2. Darüber hinaus wurde er bei den Senioren bay. Kriteriumsmeister, bay. Vizemeister am Berg und Dritter bei der bay. Zeitfahrmeisterschaft, sowie ofr. Meister auf der Straße und am Berg. Mit seinem Sieg im Heimrennen in Strullendorf in der Eliteklasse stieg er wieder in die höchste Eliteklasse A auf. „Heute habe ich wahrscheinlich zum letzten Mal in Strullendorf gewonnen”, kommentierte Thomas Krön seinen Heimsieg. Immerhin hat der bald 44-jährige das Rennen schon vor 20 Jahren zum ersten Mal gewonnen.
Ein weiter Erfolgsgarant bei der Concordia ist der Seniorenfahrer Alfred Riemer, der gleich zu Anfang seiner Saison mit einem Paukenschlag einstieg. Bei den deutschen Straßen-Meisterschaften der Senioren in Görlitz erkämpfte sich Alfred Riemer (Sen. 3) den deutschen Vizemeistertitel, während Thomas Krön (Sen. 2) das Podest knapp verpasste und sich auf Platz 4 der Deutschlandwertung einreihte. Hinter Welt- und Europameister Wladimir Gottfried sicherte Riemer sich durch eine tolle Sololeistung diesen Titel. „Ich habe alles gegeben und habe nicht gedacht, dass das noch klappt", meinte der Oldie nach dem Rennen. Schließlich waren einige Nationalfahrer am Start gewesen, doch Riemer hatte sie alle auf die Plätze verweisen. Wie selbstverständlich wurde er auch oberfränkischer Meister auf der Straße und am Berg.
Georg Konrad
Fachwart Radsport
Radrennen und Radsportveranstaltungen können nur funktionieren, wenn es auch Radsportbegeisterte im Ehrenamt gibt, die sich als Funktionär für den Sport einsetzen und im Hintergrund wirken. Wettkämpfe unter Sportlern finden nur dann statt, wenn sich andere für die Organisation und die Durchführung engagieren. Das hat die Radsportabteilung mit Hilfe ihrer vielen Helfer im vergangenen Jahr wieder einmal mehr geschafft und neben den vier Radrennen und der Saisonabschlussfahrt auch den diesjährigen Bezirkstag des Radsportbezirkes Oberfranken organisiert.
„In Oberfranken gibt es starke und engagierte Vereine, die Radsport groß schreiben und sich in der Nachwuchsarbeit engagieren”, betonte der BRV-Präsident Peter Streng beim Bezirkstag in Strullendorf und lobte die Arbeit der Ehrenamtlichen. Die Gemeinde Strullendorf als radsportbegeisterte Gemeinde stehe hinter der Concordia, führte Bürgermeister Andreas Schwarz in seinen Grußworten aus. „Vor allem das Cross-Rennen mit hochkarätiger Beteiligung fördert die Attraktivität der Gemein-de und ist ein Aushänge-schild für die Gemeinde“, meinte er. Und auch die Presse fand lobende Worte über das Cross-Rennen, das schon zum vierten Mal im November rund um die Hauptsmoorhalle stattfand: „Freundschaftliche, familiäre Atmosphäre hier, professionelle Organisation und Radsport mit internatio-nalem Anspruch da. Diesen Spagat hat der RMV Concordia Strullendorf am Samstag auch bei seinem 4. Karl-Wagner-Preis vollauf gemeistert. Neben der deutschen Radcross-Elite und dem deutschen Meister Jens Schwedler, der das Rennen der Eliteklasse souverän für sich entschied, war wieder einmal die Weltmeisterin im Rad-Cross Hanka Kupfernagel vor Ort. Sie war sich nicht zu schade mangels einer eigenen Damenkonkurrenz bei den Junioren zu starten. Rund 700 Zuschauer sahen sie dann als Achte ins Ziel kommen.“ Aus Strullendorfer Sicht war der bayerische Vizemeistertitel 2006 für Simon van den Höövel (Jugend) und der hart umkämpfte 3. Platz in der Bayernwertung für Thomas Lauterbach (Elite) die erfreuliche, sportliche Bilanz des zum Deutschland-Cup zählenden Events.
Anfangs der Saison 2006 wurde das neue Trikot der Concordia in einer kleinen Feier in der Karl-Wagner-Halle präsentiert. Durch das Sponsoring der Fa. Nestmann Pharma Zapfendorf, der Fa. Rohm and Haas Strullendorf und der Fa. SRM Jülich konnten die lizensierten Radrennfahrer der Concordia mit neuen Trikots ausgestattet werden. Unser Dank gilt diesen Förderern des Radsports.
Erstmals als gesamtfränkische Meisterschaft ausgerichtet, zeigte sich der Wettergott in diesem Jahr den Radrennfahrern der drei fränkischen Bezirke nicht hold, als sie am Himmelfahrtstag in Butten-heim ihre Bezirksmeistertitel aus-fuhren. Teilweise bei strömendem Regen mussten die 280 Akteure ihre Rennen bestreiten. Viele Rennaus-stiege prägten aus diesem Grund den Verlauf der acht Rennen. Sieben oberfränkische Meistertitel, vier Vizemeistertitel, zwei dritte Plätze und weitere Platzierungen unter den Top Ten zeigen, dass die Concordia sich als der dominierende Radsportverein in Oberfranken darstellt.
Beim 40. Kirchweihkriterium in Strullendorf wurden diesmal auch die bayerischen Kriteriums-Meisterschaften der Nachwuchsklassen U15 bis U19 ausgetragen. Da die bayerischen Topfahrer in den Reihen der Concorden nicht am Start waren, gab es keine Medaillen für die Strullendorfer Fahrer. Das Eliterennen wurde durch tschechische Fahrer dominiert: neben dem Sieger Kamil Ausbuher und dem Drittplatzierten Martin Boubal kamen noch zwei weitere tschechische A-Fahrer unter die besten Zehn. Die Strullendorfer Concorden kämpften und am Schluss wurden sie mit einer „Holzmedaille“, dem 4. Platz für ihren Lokalmatadoren Thomas Krön belohnt.
In Kooperation mit dem Bürgerverein Gartenstadt wurde wie jedes Jahr im August das Gartenstadt-Kriterium in Bamberg organisiert. Topbesetzung - Spannung bis zuletzt - und am Ende siegte wieder ein Tscheche, diesmal Martin Hebik (AC Sparta Praha) vor dem Profi Andreas Schillinger und Michael Zandt. Die Lokalmatadoren Thomas Krön und Thomas Lauterbach von der Concordia Strullendorf erkämpften sich in dem gut besetzten Fahrer-feld die Plätze 6 und 12.
Der RMV Concordia Strullendorf zeigte seine Stärke auch bei der oberfränkischen Bergmeisterschaft in Stadtsteinach, wo es vier Medaillen gab: den Meistertitel für Philipp Knauer (Jugend), Thomas Krön (Sen. 2) und Wendelin Bäumler (Sen. 4), während sich Carsten Dauscher (Elite) über den Vizemeistertitel freute.
Die Straßensaison wurde traditionell mit der Saisonabschlussfahrt nach Pommersfelden und dem anschließenden Nudelessen beendet.
Wie gewohnt konnte sich die Radsportabteilung bei allen Veranstaltungen auf die Vorstandschaft und ihre Helfer aus den eigenen Reihen und aus anderen Abteilungen verlassen.
Dank an alle, die uns immer wieder unterstützen und mit anpacken!
Rennsport
Radsport-Bilanz 2006: die Concordia hat wieder einen Nationalfahrer – Florenz Knauer. Der Sohn von Ex-Nationalfahrer Hans Knauer knüpfte an seine Erfolge der Vorjahre an und hatte 2006 in seinem ersten Juniorenjahr vier Einsätze mit der deutschen National-Mannschaft bei internationalen Rundfahrten, sowie bei der Europameisterschaft in Valkenburg. Das lässt in der nächsten Saison auf mehr hoffen, als Ziel strebt Florenz die Teilnahme an der WM an.
„Oldie“ Thomas Krön fand nach gesundheitlichen Problemen im Vorjahr wieder zu alter Stärke zurück. Sieben Siege in Senioren-rennen, fünf Top-Ten-Platzierungen in der Eliteklasse und somit der Wiederaufstieg in die A-Klasse sprechen eine deutliche Sprache. Weitere Siege, Meistertitel, gute Platzierungen in über 100 Rennen im ganzen Bundesgebiet und darüber hinaus zeugen von einer aktiven Saison.
Erfolge sind für einen Verein wie Perlen auf einer langen Schnur. Für die Concordia Strullendorf konnte dieses Erfolgsschnur wieder um einige „Perlen" erweitert werden. Gleich zu Anfang der Saison fuhr der frischgebackene Nationalfahrer Florenz Knauer mit der bayerischen Auswahlmannschaft bei der 31. Internationalen Cottbuser Junioren-Etappenfahrt einen ausgezeichneten 5. Platz in der ersten Etappe der Rundfahrt heraus. Als bester bayerischer Fahrer belegte er nach vier Etappen über insgesamt 296,5 km am Schluss Platz 20 in der Gesamtwertung. Bei der Trofeo Karlsberg, der hochkarätig besetzten internationalen 4-Etappenfahrt im Saarland fuhr er als bester deutscher Fahrer des Jahrgangs 89 nach seinem 13. Platz bei der deutschen Straßenmeisterschaft auf den hervorragenden 9. Platz im Gesamtklassement und ließ den Bundestrainer Patrick Moster aufhorchen. Seine Bewährung mit der Nationalmannschaft bestand der Concorde bei seinem Einsatz bei der Europameisterschaft im niederländischen Valkenburg, als er von Moster ins Aufgebot genommen wurde. Mit der deutschen Mannschaft trat der Juniorenfahrer im Straßenrennen über 133,2 km gegen 175 Konkurrenten aus 27 Nationen an. Das Team war leider vom Pech verfolgt, auch Florenz stürzte in aussichtsreicher Position. „Ausgerechnet, es lief so gut heute”, zeigte sich das Radsporttalent aus Lisberg sehr enttäuscht. Bundestrainer Patrick Moster fand tröstende Worte für ihn. „Von Florenz halte ich viel, er hat den Renninstinkt seines Vaters geerbt, er braucht jedoch noch Zeit”, so sein Urteil.
Bei der Münsterland-Tour 2006 konnte Florenz Knauer mit seinem Abschneiden als 20. in der Gesamtwertung mehr als zufrieden sein, musste er doch noch Helferdienste für seinen Kapitän verrichten. Als Viertbester in der Nachwuchswertung und mit einem 13. Platz bei der Königsetappe ließ er das Leistungsvermögen erkennen, das in ihm steckt. Der Bundestrainer war auch hier mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Zu guter Letzt vertrat Florenz mit der Nationalmannschaft bei der internationalen Toskana-Rundfahrt, beim Giro della Lunigiana die Farben Deutschlands. Zum Ende der ausklingenden Radsportsaison setzte er mit seinem Sieg beim Aichacher Kriterium noch einen Glanzpunkt auf sein erfolgreiches Jahr. „Ein Sieg musste dieses Jahr schon noch her ”, kommentierte er seine Leistung beim letzten Sichtungsrennen des bayerischen Radsportverbandes.
Unser hoffnungsvoller Nachwuchs-Amateur Dominik Schirling startete mit zwei Top-Ten-Platzierungen in Cadolzburg und Ludwigshafen-Friesenheim viel versprechend in die Saison. Zwei 4. Plätze bei den Flachgauer Radsporttagen in Österreich ließen auf noch mehr hoffen. Nach einem 9. Platz in München-Olympiapark und dem oberfränkischen Meistertitel in Buttenheim zwangen dann gesundheitliche Probleme den U23-Fahrer zum Kürzertreten.
So mussten nun die Senioren die Siege einfahren. Allen voran tat dies Thomas Krön. Als er zum Saisonende seinen siebten Sieg in Seniorenrennen verbuchen konnte, meinte er nur: „So, nun ist Schluss für heuer”. Nicht nur in Seniorenrennen stellte er seine Stärke unter Beweis, sondern auch immer wieder in Eliterennen. Deshalb ist er in diesem Jahr auch wieder „zurück“ in die Elite-klasse A. Aus gesundheitlichen Gründen hatte er seinen A-Status im Jahr davor verloren, doch heuer lief´s wieder sehr gut. Mit fünf Top-Ten-Platzierungen in Kulmbach, Gröditz, Strullendorf, Bamberg und Weimar kam er in die höchste deutsche Radklasse zurück. Außerdem nennt er den bayerischen Vize-Meistertitel am Berg, sowie die oberfränkischen Meistertitel auf der Straße und am Berg sein eigen.
Nachdem Alfred Riemer (Sen.3) schon dreimal in Kassel, Karbach und Greiz als Zweiter bzw. Dritter auf dem Siegerpodest gestanden und in Landshut bayerischer Vizemeister auf der Straße geworden war, sicherte er sich im August in Grafenau den bayerischen Meistertitel am Berg. Mit der deutschen Senioren-Nationalmannschaft war er zur Vuelta Mallorca eingeladen und hielt dabei auch die Farben der Concordia hoch. Mit einem 11. Platz in der Gesamteinzelwertung und dem 1. Platz in der Nationenwertung kehrte er nach einer Woche Rundfahrt im Oktober von der Sonneninsel zurück.
Weiterhin waren neben dem ofr. Meister im Bergzeitfahren und Vizemeister auf der Straße (Sen.4) Wendelin Bäumler noch die Seniorenfahrer Holger Hauser, Georg Arneth, Norbert Hetz, Winfried Kaindl, Alfred Konrad und Hans Krön für die Concordia bei einigen Straßenrennen aktiv.
Was gibt´s Neues beim Nachwuchs? Schon als bayerischer Vizemeister im Cross im November 2006 in die neue Saison gestartet, sammelte Simon van den Höövel in der Jugendklasse noch einen bayerischen Vizemeistertitel am Berg, einen oberfränkischen Straßenmeistertitel und 14 weitere Platzierungen unter den Top Ten. Darüber hinaus war er für die Bayern-Mannschaft bei der TMP-Tour, bei den BDR-Sichtungsrennen, sowie für die Süddeut-sche und die Deutsche Meisterschaft nominiert. Lohn für die kontinuierliche Leistung auf hohem Niveau ist die Aufnahme in die Landesverbandsmannschaft Bayern für 2007, für die er neben seinem Vereinskameraden Florenz Knauer nominiert wurde.
12 Platzierungen unter den besten Zehn, der ofr. Meistertitel am Berg und der Vizemeistertitel auf der Straße schlugen für den Jugendfahrer Philipp Knauer zu Buche, während sich Marcel Granzner in der Schülerklasse neben dem ofr. Straßentitel und einem Sieg beim Bergzeitfahren hinauf zur Heldburg neun vordere Platzierungen erarbeitete. Bei den bay. Bahnmeisterschaften in Augsburg durfte sich der eifrige Fahrer über den bayerischen Vizemeistertitel in der Einerverfolgung freuen.
Zwei Franken zogen aus, um im Heimatland von Lance Armstrong den amerikanischen Radrennfahrern das Fürchten zu lehren. Zurückgekehrt sind sie mit dem Respekt der US-Boys vor ihrem Teamwork und insgesamt sechs Top-Ten-Platzierungen. Der Elitefahrer Jan Konrad und sein Freund Emanuel Schwager (bike sport Ansbach) zeigten ihre Sprintqualitäten in St. Louis/ Missouri beim Gateway Cup 2006, einer vierteiligen Rennserie in der Millionenstadt im mittleren Westen. In jedem der vier Rennen von Freitag bis Montag waren sie immer ganz vorne vertreten und bestimmten als Team Concordia Germany das Renngeschehen. „The German Guys“ waren in aller Munde.
Last but not least sind noch die Erfolge des Elite-Fahrers Thomas Lauterbach zu vermelden, der mit einem 3. Platz bei der bayerischen Cross-Meisterschaft in Strullendorf ganz gut in die Saison gestartet war, den Wiederaufstieg in die B-Klasse jedoch knapp verpasste. Zwei 2. Plätze in Fuldabrück und Karbach, sowie zwei 4. Plätze in Werneck und Weilburg reichten nicht ganz aus. In seinen beiden Heimrennen in Strullendorf und Bamberg setzte er sich gut in Szene und fuhr mannschaftsdienlich.
Neben den genannten Akteuren waren außerdem Andreas Fischer, Julian Löhr, Sascha Müller, Patrick Knauer und Carsten Dauscher regelmäßig in der Eliteklasse im Renneinsatz.
Seit dieser Saison fährt die halbseitig gelähmte Höchstadterin Barbara Weise für die Concordia. Im Oktober 2005 wurde sie in den Förderkader der Nationalmannschaft nominiert und war bei den Bayerischen Meisterschaften im April dieses Jahres wieder sehr erfolgreich dabei. Doch ein Sturz in der Trainingszeit danach und eine ausgekugelte Schulter schienen die Saison schneller zu beenden, als sie begonnen hatte. Doch Barbara Weise konnte an ihre alte Form anknüpfen und wurde von Bundestrainer Adelbert Kromer für die Weltmeisterschaften im schweizerischen Aigle benannt. Noch vor einigen Jahren ein undenkbarer Erfolg für die begeisterte Radfahrerin, die durch einen Zufall darauf aufmerksam wurde, wie man mit nur einer Hand ein Rad bremsen kann.
Wie erging es unserem Mitglied André Korff beim T-Mobile-Team? Nach dem Weggang von Erik Zabel durfte sich Andre Korff als exzellenter Anfahrer im Team mit neuen Sprintern auseinandersetzen. Dies gelang ihm gleich zu Beginn der Saison bei der Kalifornienrundfahrt mit Olaf Pollak hervorragend, zwei Etappensiege für Pollack waren der Lohn. Nach Spitzenplätzen bei Rund um Köln und dem Henninger Turm in Frankfurt sollte sich diese erfolgreiche Arbeit beim Giro Italia fortsetzen. Wie man am TV verfolgen konnte, wurden diese Hoffnungen jedoch gleich anfangs der Rundfahrt durch einen bösen Sturz jäh zerstört. Glücklicherweise blieb der Sturz im vollen Sprint ohne ernsthafte Folgen, der gute Lauf war jedoch weg. Seine konstant guten Leistungen für das Team und seine laut Rolf Aldag „Integrationsfähigkeiten“ brachten ihm bei der komplett umgebauten T-Mobile Mannschaft eine weitere Vertragsverlängerung.
Fachwart Radsport
G. Konrad
2005
Radsportabteilung
Der Sieg der amtierenden Europameisterin und späteren Weltmeisterin im Rad-Cross Hanka Kupfernagel war das High-Light beim 3. Karl-Wagner-Preis im November vergangenen Jahres. Unterstützt durch zahlreiche Sponsoren und durch die ehrenamtliche Mitarbeit vieler fleißiger Helfer konnte diese Großveranstaltung wieder durchgeführt werden und bekam aus berufenem Mund höchstes Lob.
"Das ist ein schön gemachter, schneller Kurs. Man kann im Pulk fahren und es kann ein Spurt zustande kommen. Genauso wünscht man sich das", lobte kein Geringerer als der dreimalige Querfeldein-Weltmeister Mike Kluge die Cross-Strecke rund um die Hauptsmoorhalle. Kluge, Manager und Trainer von Hanka Kupfernagel, hatte immerhin den Kurs von St. Wendel kreiert, auf dem am 30./31. Januar im Saarland die Weltmeister 2005 gekürt wurden.
Aus Strullendorfer Sicht waren die beiden bayerischen Vizemeistertitel im Rad-Cross 2005 für Thomas Lauterbach (Elite), der nach einem äußerst spannenden Finale mit Marco Nürminger aus Ansbach um Platz 2 gekämpft hatte, und Thomas Grimm bei den Junioren die erfreuliche, sportliche Bilanz dieses Events, bei dem für den Deutschland-Cup auch die deutsche Rad-Cross-Elite am Start war.
Nur mit engagierten Funktionären und Mitgliedern kann ein aktiver Verein wie der RMV Concordia Strullendorf funktionieren. Drei dieser altgedienten Concordia-Mitglieder wurden im Rahmen der diesjährigen Generalversammlung mit der BLSV-Ehrennadel in Gold für ihre 50-jährige Mitgliedschaft im Verein und für ihre Verdienste um den Sport ausgezeichnet: Hans Dorscht, Otto Bergmann und Leo Kraus. Die beiden unermüdlichen Arbeiter für den Verein Otto Bergmann und Leo Kraus, die dem Radsport stets verbunden waren, wurden noch vom Bezirksvorsitzenden Hans Ingmann mit der BDR-Ehrennadel für 50-jährige Mitgliedschaft und mit der Silbernen Ehrennadel des BRV geehrt.
Im Mai zeichnete sich die Concordia traditionell für die Ausrichtung der oberfränkischen Straßenmeisterschaft verantwortlich, die diesmal auch als unterfränkische Meisterschaft ausgerichtet wurde und aus der in 2006 eine gesamtfränkische Meisterschaft werden soll. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Buttenheim und den ortsansässigen Sponsoren klappte ebenso gut wie die Kooperation mit dem Bürgerverein Gartenstadt, mit dem jedes Jahr im August das Gartenstadt-Kriterium in Bamberg organisiert wird.
Beim Großen Preis der Gemeinde Strullendorf im Juli war das Teamwork für das Kirchweih-Kriterium wie gewohnt beispielhaft. Dank an dieser Stelle für alle, die für den Radsport und den Nachwuchs ein offenes Herz, offene Taschen und zupackende Hände haben! Fünfzehn oberfränkische Meister- und Vizemeistertitel in allen Rennsportklassen auf der Straße und am Berg zeugen vom breitgefächerten Leistungsvermögen der "Concorden".
Rennsport
Bilanz 2005 - wie sieht sie aus radsportlicher Sicht aus? Sieg in der Pakistan-Rundfahrt für den Elitefahrer Thomas Lauterbach und der deutsche Vizemeistertitel im Mannschaftszeitfahren für Florenz Knauer. Darüberhinaus sind die 10 Siege und zahlreiche Top-Ten-Platzierungen die Ausbeute der Saison.
"The winner is Mr. Thomas Lauterbach", diese Sätze bedeuteten für Thomas Lauterbach den glanzvollsten Sieg in seiner langjährigen Karriere. Im fernen Pakistan konnte er die vierzehntägige Rundfahrt "Tour de Pakistan" für sich entscheiden. Was Leistungssport im Grenzbereich bedeutet und wie immens groß der Druck auf einen Radrennfahrer sein kann, durfte der Concorde auf dieser Rundfahrt mit internationaler Beteiligung aus fünf Nationen erfahren. Vom Indischen Ozean bei Karachi bis zu den Ausläufern des Himalayas nach Peshawar führte die insgesamt 1709 km lange Strecke, die in 11 Etappen mit Streckenlängen zwischen 103 und 205 Kilometern bewältigt werden musste. Neben Deutschland waren Mannschaften aus Iran, Afghanistan, Bangladesh und Pakistan vom 11. bis 23. März bei dieser 12. Tour de Pakistan vertreten.
Zur Feier seiner Rückkehr und seines Sieges wurde spontan im Vereinsheim ein kleiner Empfang organisiert, bei dem der 1. Vorsitzende Thomas Fischer zu der großartigen Leistung gratulierte und sich stolz auf den Allrounder auf Rennrad und Mountainbike zeigte.
"Ein Stern geht auf", unter diesem Motto könnte die Saison 2005 auch stehen. Nach dem Wechsel des erfolgversprechenden Talents und U23-Fahrers Tobias Riedl zum Team Mapei Heizomat und dem krankheitsbedingten Ausfall des Routiniers Thomas Krön fehlte ein Teil der Leistungsträger der vergangenen Jahre. Dies musste der Nachwuchs der Concordia ausgleichen. Allen voran präsentierte sich der Jugendfahrer Florenz Knauer während der ganzen Rennsaison in bester Form. Nicht nur dass er es beim traditionellen Saisoneröffnungsrennen in Zusmarshausen mit einem 3. Platz schon richtig krachen ließ, auch beim ersten BDR-Sichtungsrennen in Überherrn stand er als Dritter auf dem Treppchen. Damit zählte er zu Deutschlands besten Jugendfahrern der Saison 2005, was der 5. Platz in der Nachwuchswertung belegt.
Neben Siegen in Hirschaid, Strullendorf, Holzkirchen und Burgkunstadt erkämpfte er sich in Rosenheim den bayerischen Kriteriums-Meistertitel und den oberfränkischen Titel auf der Straße. Seine Allrounderqualitäten stellte er mit vielen Top-Ten-Platzierungen und dem hervorragenden 13. Platz bei der DM im brandenburgischen Guben auf der Straße unter Beweis, seine Spurtschnelligkeit zeigte er bei zahlreichen Kriterien. Mit der bayerischen Auswahlmannschaft glänzte er bei der Lausitzer Jugendtour, einer 4-Etappenfahrt mit einem 2. Platz bei einer Etappe. Die Erfolgskurve führte immer noch steil bergauf. Mit dem bayerischen Team erarbeitete er sich beim Mannschaftszeitfahren in Genthin (Sachsen-Anhalt) sensationell den deutschen Vizemeistertitel, nur 19 Sekunden hinter der LV-Mannschaft aus Württemberg. Den Abschluss der Saison setzte Florenz dann mit einem weiteren 3. Platz beim letzten BDR-Sichtungsrennen im niedersächsischen Hildesheim.
Schon beim Athletikwettbewerb zur Sichtung des bayerischen Radsportnachwuchses im Februar zeigten sich die Protagonisten in den Nachwuchsklassen, die die ganze Saison eine große Anzahl von Spitzenplätzen erringen sollten. Die Brüder David u. Simon van den Höövel in der Jugend, sowie die Cousins Philipp und Thomas Knauer in der Schülerklasse erstrampelten sich zahlreiche vordere Platzierungen unter den besten Zehn. Für Phillip Knauer führten diese sogar zur Qualifikation für die deutsche Schülermeisterschaft in Guben, die er auf dem 32. Platz beendete. Auch der U15-Fahrer Marcel Granzner zeigte in seiner ersten Saison gute Ansätze.
Bei den Junioren ließ besonders Marc Geyer (Ofr. Meister Straße) schon bei einem seiner ersten Rennen in dieser Klasse Renninstinkt aufblitzen, als er in Einhausen den 3. Platz belegte. Zusammen mit seinen Teamkollegen Peter Vogel (Ofr. Meister Bergzeitfahren), Johannes Kalb u. Richard Wolfschmidt bestritt er eine Vielzahl von Rennen mit einigen Plätzen unter den ersten Zehn.
Bei den Elitefahrern ist neben dem schon erwähnten Rundfahrterfolg durch Thomas Lauterbach, den er für das Team Velo Logistic erstritt, der 2. Platz im Elite-C-Rennen in Schrobenhausen für den U23-Amateur Dominik Schirling zu nennen. Bei Eliterennen belegte C-Amateur Jan Konrad drei Plätze unter den ersten Zehn, regelmäßig im Renneinsatz waren außerdem Carsten Dauscher, Thorsten Gawantka u. Patrick Sukiennicki.
Der Erfolgsgarant in der Seniorenklasse 3 war und ist nach wie vor Alfred Riemer, der ebenso wie Wendelin Bäumler (Seniorenklasse 4) erste Plätze bei der oberfränkischen Meisterschaft Straße und Berg herausfuhr. Beide durften sich auch noch über ihre 4. Plätze bei der bayerischen Bergmeisterschaft in Siegsdorf freuen. Für den Seniorenfahrer Thomas Krön verlief die Saison nicht nach Plan. Seinen Titel als bayerischer Kriteriumsmeister (Sen. 2) konnte er nicht verteidigen, mit seinem dritten Platz bei der diesjährigen Meisterschaft in Lohhof war er im Mai aber doch sehr zufrieden. Danach hielten allerdings gesundheitliche Probleme den Routinier Krön von weiteren Erfolgen ab.
Concordia-Mitglied André Korff (T-Mobile-Team) hat als "Anfahrer" der Sprints für seinen Kapitän Erik Zabel mit einer ganzen Reihe von Rundfahrten u.a. dem Giro Italia und der Vuelta eine äußerst anstrengende Saison hinter sich. Diese begann schon im Februar mit der Katar-Rundfahrt u. endete Mitte Oktober mit dem Sieg von Zabel bei Paris - Tours. Seine "Arbeit" für die Mannschaft war so erfolgreich, dass er auch weiterhin als sehr erfahrener Profi bei einem der weltbesten Radrennteams für Erfolge sorgen wird.
Georg Konrad
Fachwart Radsport
2004
Radsportabteilung
Begonnen hatte die neue Saison schon am Nikolaustag des alten Jahres mit der zweiten Auflage des Rad-Cross-Rennens rund um die Hauptsmoorhalle. Neben einem attraktiven Kurs u.a. mit einer Durchfahrt durch die Stöcklein-Halle und hervorragender Organisation dank des unermüdlichen Einsatzes von bis zu 60 Helfern wurde den Zuschauern und Aktiven wieder einmal hochklassiger Radsport geboten.
Beim 2. Karl-Wagner-Preis wurden der Deutschland-Cup und die Bayerische Meisterschaft ausgefahren und die deutsche Nationalmannschaft mit dem Telekom-Profi Dirk Reichl war genauso am Start wie eine tschechische Mannschaft um den späteren Sieger Josef Soukop. Mit einem bayerischen Meistertitel für den Juniorenfahrer Dominik Schirling und zwei 3. Plätzen für Carmen Schlichting bei den Frauen und Thomas Lauterbach bei den Elitefahrern war auch die sportliche Ausbeute für die Concordia erfreulich. Herzlichen Dank an dieser Stelle für das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer!
"Wind und Kälte sind ihre ärgsten Feinde - mit dem Staffelstab 300 Kilometer durch die bayerische Nacht" so machte die Concordia- Radsportabteilung im März des neuen Jahres Schlagzeilen, als sie mit einem kleinen Trupp Unentwegter das Staffelholz der Bamberger Kulturstaffel das letzte Stück nach München brachte. Das für die Concordiatruppe (vom U13-Fahrer bis zum Seniorenfahrer) zu fahrende Teilstück begann in Ingolstadt früh am Morgen und führte durch die Hallertau und die Isar aufwärts bis zum Englischen Garten, wo das Staffelholz nach einigen Umwegen von einer Läuferstaffel und der Bamberger Prominenz in einer Kutsche in Empfang genommen wurde. Das war einmal eine ganz andere Erfahrung der rennerprobten Concorden.
Im Mai prägte dann die Concordia wie jedes Jahr in Buttenheim bei der oberfränkischen Meisterschaft nicht nur die verschiedenen Rennen, sondern auch die Organisation zeigte wieder bewährte Qualität. Je fünf Meister- und Vizemeistertitel, vier 3. Plätze und 13 weitere Top-Ten-Platzierungen sprechen in sportlicher Hinsicht eine deutliche Sprache, wie aktiv die Concordia im Radsport in Oberfranken vertreten ist.
Nun folgten für die Radsportabteilung und ihre Helfer zwei weitere zur Tradition gewordene Veranstaltung, die neben Training, Meldungen, Fahrerbesprechungen und Anfahrtsorganisation noch bewältigt werden mussten: das Kirchweih-Kriterium Anfang Juli in Strullendorf und das Gartenstadt-Kriterium Ende Juli in Bamberg.
Rennsport
Nun ist schon wieder eine Rennsportsaison zu Ende, die im Januar im saarländischen Wadern bei der deutschen Meisterschaft im Rad-Cross mit einem ausgezeichneten 9. Platz für den Bundesligafahrer Tobias Riedl wirklich erfolgversprechend begonnen hatte.
Im April am Anfang der Straßensaison wurde das 13-köpfige, neu formierte Amateurteam der Concordia präsentiert, das mit Unterstützung der Sponsoren Greiwe/ Pettstadt, Nestmann/ Zapfendorf, Oertel/ Bamberg und Sukiennicki/ Forchheim mit neuen Trikots und Hosen ausgestattet worden war. Das Ziel des Teams, das eine Mischung aus ehrgeizigen Nachwuchs-Amateuren und Routiniers war, hieß vor allem in Bayern gut abschneiden. Von der reichen Erfahrung der "alten Hasen" Thomas Krön, Thomas Lauterbach und Gerald Bäumler sollten die jungen profitieren. Durch mannschaftliche Geschlossenheit wollten sie überzeugen, was jedoch nur zum Teil gelang. Einzelleistungen sorgten vor allem in der heimischen Region für gute Erfolge.
Große Hoffnungen ruhten auf dem U23-Amateur Tobias Riedl, der in erster Linie bei internationalen Rennen und Rundfahrten für das Team Mapei Bayern unter Trainer Markus Schleicher vertreten war. Mit einem 8. Platz in Urberach machte Tobias den Anfang und beim Weltcuprennen "Rund um den Henninger Turm" in Frankfurt wurde er nur durch eine "Umleitung" um eine Spitzenplatzierung gebracht. Dann sicherte er sich im Laufe der Saison die vier weiteren Platzierungen für den Aufstieg in die B-Klasse. Am Saisonende wusste er mit einem 21. Platz und als Drittbester des Jahrgangs 85 bei der deutschen Bergmeisterschaft in Blumberg noch einmal zu überzeugen.
Sein routinierter Team-Kollege Thomas Krön setzte mit 6 Siegen und einigen Platzierungen unter den besten Zehn die Akzente bei den Amateuren. Als einziger A-Fahrer der Concordia kann er auf Grund seiner Leistung und seines Alters sowohl Elite- als auch Seniorenrennen fahren. Je drei Siege in jeder Klasse zeigen, dass er sehr wohl bei den Elitefahrern mitmischen kann. In der Seniorenklasse 2 (ab 40) wurde er bei der bayerischen Meisterschaft in Lohhof bayerischer Kriteriums-meister 2004.
Den Doppelschlag in Lohhof machte Alfred Riemer bei den Senioren 3 (ab 50) mit seinem bayerischen Meistertitel komplett. Nachdem beide bei der bayerischen Meisterschaft auf der Straße in Altenstadt jeweils mit einem 4. Platz das Podest knapp verpasst hatten, schlugen sie sich bei der deutschen Meisterschaft in Mettmann in ihrer Altersklasse mit einem 4. und 25. Platz hervorragend. Alfred Riemer zeigte in der abgelaufenen Saison mit einem Sieg und fünf weiteren Plätzen auf dem Siegerpodest, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Krön und Riemer waren und sind ein Vorbild für unsere Jugend.
Thomas Lauterbach und Gerald Bäumler konnten sich aus beruflichen Gründen nicht voll auf den Radsport konzentrieren und fuhren nur wenige Rennen auf der Straße. Herausragend war Lauterbachs 4. Platz bei der deutschen Teammeisterschaft MTB in Sundern. Neueinstieger Carsten Dauscher durfte sich in der Eliteklasse über den oberfränkischen Meistertitel auf der Straße freuen. Bei den Jungamateuren waren noch Jan Konrad und Patrick Sukiennicki bei Rennen im ganzen Bundesgebiet sehr aktiv vertreten, Jan Konrad sogar in Übersee, als er im September den Gateway Cup in St.Louis/USA erfolgreich fuhr und mit hervorragenden Platzierungen zurückkam.
Neben den Amateuren und Senioren lag das Hauptaugenmerk der Radsportabteilung auf der Jugendarbeit, was die 23 Nachwuchs-Lizenzfahrer der Klassen U13 bis U19 belegen. Auch hier gehören drei Concorden zu den besten bayerischen Radrennfahrer: Thomas Grimm und Dominik Schirling waren für die bayerischen Junioren-Auswahlmannschaften Team Gooroo und Team Mapei in einigen Bundesliga-Rennen und Rundfahrten in Österreich, Tschechien, Italien und der Schweiz im Einsatz.
Und auch der Jugendfahrer Florenz Knauer ließ durch 5 Siege in Hochheim, Rosenheim, Schwabach, Buttenheim und Bamberg und zahlreiche Top-Ten-Platzierungen trotz schulischer Belastungen den LV-Verbandstrainer Ganzenberg aufhorchen.
Damit die Junioren Grimm und Schirling so hochklassig fahren und auch bei Bundesliga-Rennen (über 200 Fahrer in 24 Teams) mithalten können, liegt ihr Trainingspensum inzwischen bei 15000 - 20000 km pro Jahr, d.h. 300 - 500 km wöchentlich. Dazu kommen noch bis zu 50 Renneinsätze. Als Lohn gibt es dann bei den internationalen Etappenfahrten das Flair und die Atmosphäre wie bei der Tour. Ein Sieg ist bei so einer Tour noch nicht herausgesprungen, aber ein 8. Rang in der Nachwuchswertung sowie Gesamtplatz 30 bei der Schweiz-Rundfahrt für Thomas Grimm und zwei 4. Plätze bei zwei Etappen der Flachgauer Radsporttage für Dominik Schirling zeigen, dass sich die beiden auch international behaupten können. Zu ihren weiteren Erfolgen gehört der 8. Platz bei der DM Bahn in Cottbus für Grimm und der bayerische Meistertitel im Einzelzeitfahren sowie Platz 26 bei der deutschen Einzelfahrmeisterschaft in Genthin für Schirling.
Der Jugendfahrer Florenz Knauer konnte sich durch seine starken Saisonleistungen schon frühzeitig für die süddeutsche Meisterschaft in Linden und dann noch für die deutsche Meisterschaft im pfälzischen Queidersbach qualifizieren. Neben seinen vier Siegen waren drei 2. Plätze, drei 3. Plätze und sieben Plätze unter den besten Zehn seine Ausbeute einer aktiven Saison. Als Dritter der bayerischen Kriteriumsmeisterschaft in Werneck und als Neunter auf der Straße gehört er in seinem ersten Jugendjahr zu den Besten in Bayern.
Zu einem weiteren Siegfahrer und Leistungsträger in der Jugendklasse avancierte Marc Geyer. Auch David van den Höövel konnte durch gute Platzierungen überzeugen, genau wie sein Bruder Simon bei den Schülern. Philipp und Thomas Knauer erkämpften sich immer wieder Top-Ten-Platzierungen, den Sprung auf´s Siegerpodest schafften sie heuer in ihrem ersten U15-Jahr noch nicht.
Aber nicht nur Siege zählen und die Aushängeschilder, d.h. die Top-Fahrer bei der Concordia, sind wichtig, sondern in erster Linie steht im Vordergrund den Radsport in der Breite zu pflegen. Das Ziel ist Jugendliche für den Radsport zu begeistern und ihnen dadurch auch ein Stück Lebenshilfe zu geben. Die Trainer und Betreuer Carmen Schlichting, Heinrich Bickel, Hans Grimm, Hans Knauer und Alfred Simms leisten dazu einen erheblichen Beitrag. Doch nur mit Unterstützung der Eltern können die Jugendlichen diesen Sport ausüben, trotz Hilfe durch den Verein sind immer wieder auch sie gefragt.
Über 100 Rennen und bis zu 20 Fahrer, die transportiert werden müssen, verlangen auch ihren Einsatz - vielen Dank an Betreuer und Eltern! Die Erfolge, wie sie im Anschluss aufgezeigt werden, und die Begeisterung für den Radsport sind ein Stück Lohn für die Einsatzbereitschaft jedes Einzelnen, sei er nun aktiv Sporttreibender oder Betreuer und Trainer.
Downhill
Als Einzelsportler in der Disziplin Downhill war Christopher May für die Concordia im Einsatz. Er nahm an verschiedenen Weltcup-Rennen und Veranstaltungen in ganz Europa erfolgreich teil. Sein größter Erfolg war neben dem 3. Platz bei der bayerischen Meisterschaft in Bischofsmais der Mannschaftssieg beim 24-Stunden-Rennen im österreichischen Seefeld.
Georg Konrad
Fachwart Radsport
2003
Radsportabteilung
Begonnen hatte die Saison 2003 mit dem 32. Verbandstag des Bayerischen Radsportverbandes, den die Concordia auch wegen ihrer großen Aktivität im rennsportlichen Nachwuchsbereich ausrichten durfte und für dessen Organisation von den 140 Delegierten und BRV-Präsident Frank Badenhop großes Lob ausgesprochen wurde. Auf Grund der guten Jugendarbeit im Verein und der Unterstützung von vielen Seiten blieb die Radsportabteilung auch 2003 weiter auf Erfolgskurs. Nicht nur dass in allen Rennklassen von den U11-Fahrern bis zu den Senioren 4 (ab 60) bis zu 10 Radsportler aktiv Rennen bestritten, sie taten dies auch äußerst erfolgreich. Von 28 Nachwuchsfahrern waren sechs in bayerischen Auswahlmannschaften aktiv. Die 3 Juniorenfahrer Johannes Männlein, Tobias Riedl und Dominik Schirling gehörten der bayerischen Bundesligamannschaft Team Gooroo an und nahmen an Bundesligarennen und internationalen und nationalen Rundfahrten genauso erfolgreich teil wie Thomas Grimm und Florenz Knauer, die zu den besten bayerischen Fahrern in der Jugendklasse bzw. bei den Schülern U15 zählten. Mit dem U13-Fahrer Philipp Knauer, der mit dem Bayern-Team u. a. bei der Kids Tour in Berlin vertreten war, steht das nächste Talent schon bereit. Daneben hatte Carmen Schlichting als einzige Dame in den Reihen der Concordia mit der Frauenmannschaft des BRV einige Bundesligarennen zu bestreiten und der Seniorenfahrer Alfred Riemer wurde auf Grund seiner guten Saisonleistung in den BDR-Kader für die Vuelta der Senioren auf Mallorca berufen. Ein Deutscher Meistertitel für Stefan Herrmann, drei Bayerische Meister und drei Bayerische Vizemeister, ein Etappensieg bei der Tschechien-Rundfahrt durch Florenz Knauer und gute Platzierungen bei den Deutschen Cross- und Straßenmeisterschaften, 19 Siege und 150 Platzierungen unter den Top Ten waren die Erfolgsausbeute dieser Saison.
Neben den schon traditionell von der Concordia veranstalteten Kirchweih-Kriterien in Strullendorf und in der Gartenstadt sowie der Oberfränkischen Meisterschaft in Buttenheim wird die Concordia am 6. Dezember 2003 wieder ein Crossrennen um den Karl-Wagner Preis ausrichten. Schon jetzt vielen Dank an die zahlreichen engagierten Helfer und Helferinnen, ohne die solche Veranstaltungen nicht durchgeführt werden könnten.
Rennsport Straße
Die größten Hoffnungen ruhten anfangs der Saison auf dem Juniorenfahrer Tobias Riedl, der schon in den Crossrennen aufhorchen ließ und dann mit seinem 5. Platz in der Gesamtwertung bei der 3-Etappenfahrt in Cottbus als bester bayerischer Fahrer glänzte. Aber es sollte anders kommen. Aus gesundheitlichen Gründen musste der erfolgversprechende Nachwuchsfahrer bis dato fast die ganze Saison pausieren und griff erst im August wieder ins Renngeschehen ein und das gleich mit Erfolg. Bei der Deutschen Bergmeisterschaft in Blumberg erkämpfte er sich unter 200 Teilnehmern den ausgezeichneten 24. Platz.
Neben dem weiteren Bundesligafahrer Johannes Männlein, der verschiedene Bundesliga-Rennen und Rundfahrten bestritt, seine besten Platzierungen aber bei Wettkämpfen auf der Bahn u.a. auch bei der 4-Bahnen-Tournee in Frankfurt (5. Platz) herausfuhr bestätigte Dominik Schirling in seinem ersten Jahr in der Juniorenklasse die in ihn gesetzten Erwartungen und wurde wegen guter Platzierungen bei den ersten Rennen des Jahres neben den beiden anderen Concorden in das Team Gooroo berufen. Er nahm an drei internationalen Weltcup-Rundfahrten (Flachgauer Radsportttage, Trofeo Karlsberg, Münsterland ), Bundesligarennen und Deutschen Meisterschaften teil. Sein größter Erfolg war bei der DM im Einzelzeitfahren in Reute unter 260 Startern der 23. Platz. Seine Stärke ist wie auch bei Tobias Riedl der Kampf gegen die Uhr, was auch sein Oberfränkischer Meistertitel im Bergzeitfahren zeigt.
Die drei Juniorenfahrer holten sich noch bei der Bay. Bahnmeisterschaft in Augsburg zusammen mit dem "Gastfahrer" Hans-Jürgen Leipold aus Oberdietfurt hinter der favorisierten Augsburger Mannschaft den Vizemeistertitel im Vierer-Mannschaftsfahren (siehe Bild oben). Schirling wird auch im nächsten Jahr im Gegensatz zu Riedl und Männlein, die beide in die Amateurklasse U23 starten werden, noch einmal in der Juniorenklasse fahren und auf weitere Erfolge hoffen.
"Ein Deutscher Meistertitel für Florenz Knauer", diese Überschrift wäre für den Schülerfahrer U15 fast Wirklichkeit geworden. Der Bayernvierer, in dem Florenz Knauer (Bild links) neben den Fahrern Degenkolb, Hornung und Baldauf eingesetzt war, dominierte das im Rahmen der DM im Nachwuchsbereich durchgeführte Vierer-Mannschaftszeitfahren in Genthin in Brandenburg und gewann den Wettkampf. Diese Disziplin wird jedoch erst im nächsten Jahr als Deutsche Meisterschaft für Schüler ausgetragen, heuer war es "nur" ein Testlauf auf hohem Niveau. Seine Erfolgsbilanz war deswegen nicht weniger spektakulär: Etappensieg und ein 5. Pl. in der Gesamtwertung bei der Rundfahrt im tschechischen Lisov/Budweis, Zehnter bei der Kids Tour in Berlin, einer internationalen Etappenfahrt u.a. auf dem Kurfürstendamm, Sechster bei der DM Straße in Oberbexbach, Bay. Vizemeister Kriterium, 3 Siege, 7 dritte Plätze und weitere Top-Ten-Platzierungen sprechen eine deutliche Sprache. Im Schülerbereich gehört er unbestritten zu den besten in Deutschland und das obwohl auch er heuer durch zwei Armbrüche stark gehandicapt war.
Neben Schirling und Knauer konnte sich noch ein dritter Concorde für die Deutschen Meisterschaften auf der Straße qualifizieren. Der Jugendfahrer Thomas Grimm gehörte zum Kreis der Auserwählten, der nach Oberbexbach im Saarland fahren durfte. Dort stellte er mit einem 25. Platz als drittbester bayerischer Fahrer seine Klasse unter Beweis. Auch auf der Bahn zeigte er bei der Bayerischen Meisterschaft in Augsburg u.a. mit einem 3. Platz im Vierer-Mannschaftsfahren seine Qualitäten. Zwei Siege, elf Platzierungen unter den besten Zehn, ein 23. Platz bei der internationalen Trofeo della Vittoria in Italien, zu der er mit der Bayern-Mannschaft eingeladen war, waren die Stationen einer erfolgreichen Saison. Zeitweise führte er zudem die Bayerische Rangliste seiner Klasse an.
Mindestens so erfolgreich konnte sich der U13-Fahrer Philipp Knauer in Szene setzen. Zehnmal auf dem Siegerpodest, davon zweimal ganz oben und sieben weitere Platzierungen unter den Top Ten konnte der Nachwuchsfahrer für sich verbuchen. Der Bayerische Meistertitel im Kriterium, der Bay. Vizemeistertitel auf der Straße und ein 6. Platz bei der Bay. Meisterschaft im Einzelzeitfahren zählten neben einem 26. Rang bei der Kids Tour in Berlin, zu der er wie sein Cousin Florenz mit dem Bayernteam gefahren war, zu seinen größten Erfolgen. Dabei hatte er das Pech, dass die zwei Jahre ältere Deutsche Meisterin Hanna Amend aus Werneck nach den Wettkampfbestimmungen in seiner Klasse starten durfte, er der sieggewohnten "Lady" sechsmal den Vortritt lassen musste und so oft "nur" Zweiter wurde.
Neben diesen sechs Auswahlfahrern konnten sich im Nachwuchsbereich noch Thomas Knauer (U13) mit 9 Plätzen unter den besten Zehn, einem 7. Platz bei der Bay. Einzelzeitfahrmeisterschaft und David van den Höövel (U15) mit 7 Top-Ten-Plätzen neben Richard Wolfschmidt, Marc Geyer (beide Jugend), Simon van den Höövel (U15) und André Fischer (U11) bei vielen Rennen auf den ersten 10 Plätzen etablieren.
Nicht zu vergessen ist bei aller Nachwuchsarbeit der Aufstieg des U23-Fahrers Jan Konrad von der C- in die B-Klasse, die 3 Siege und guten Platzierungen von Thomas Krön (Senior I), Thomas Lauterbach und Alfred Riemer (Senior 3), der auch auf dem Mountainbike glänzte.
Rennsport Cross/ MTB
Auch auf dem Crossrad und Mountainbike zeigten die Concorden ihre Stärke. Bei den Bayerischen Meisterschaften in Fürth waren bei den Junioren gleich zwei Fahrer auf dem Siegerpodest. Mit Tobias Riedl und Dominik Schirling kamen der Zweite und Dritte der Bayerischen Meisterschaft aus Strullendorf, während Thomas Lauterbach bei den Amateuren knapp das Treppchen verpasste und auf dem 4. Platz in der landete. Bei der Deutschen Meisterschaft in Kleinmachnow bei Berlin erkämpfte sich Tobias Riedl dann noch einen ausgezeichneten 10. Platz unter den Besten ganz Deutschlands und Dominik Schirling wurde 27., Thomas Lauterbach konnte in der Eliteklasse Platz 20 belgen.
Neben den Erfolgen der Radrennfahrer auf dem Straßen- und Crossrad zeigten sich auch die Mountainbiker in Deutschland ganz vorne, allen voran Stefan Herrmann. Bei den Deutschen Downhill-Meisterschaften in Bischofsmais stand er, nachdem er die 1,7 km lange Strecke vom Geißkopf/ Bayerischer Wald hinab ins Tal mit 260 zu überwindenden Höhenmetern als Schnellster bewältigt hatte, in der Mastersklasse 1 als Sieger und Deutscher Meister auf dem Podest.
Für Thomas Lauterbach lief die Saison auf dem Mountainbike nicht ganz so erfolgreich, obwohl er bei der Deutschen Team-Meisterschaft mit seinem Team Ghost den vierten Platz belegen konnte. Er hatte sehr viel Pech, gleich mehrere Kettenrisse brachten ihn bei der DM und der Bay. Meisterschaft vom Medaillenkurs ab.
Der Seniorenfahrer Alfred Riemer hatte da mehr Glück. Er konnte seine Stärke nicht nur auf der Straße, sondern auch auf dem MTB durch einen Bay. Meistertitel im Bergzeitfahren in Neualbenreuth und einen weiteren Bay. Meistertitel im Cross Country in Grafen demonstrieren.
Georg Konrad
Fachwart Radsport
BERICHT 2000
Radsportabteilung
In einem außerordentlich erfolgreichen Jahr für den deutschen Radsport durch Olympiasiege von Jan Ullrich und dem Gold-Vierer und den Weltcup-Sieg von Erik Zabel war das Jahr 2000 auch für die Radsportfans im Landkreis Bamberg sehr ereignisreich. Besonders im Mai fanden erstmals einige Großveranstaltungen in Bamberg und Umgebung statt. Für einen Tag war Bamberg Nabel des Radsports, als hier der Zielort der 3. Etappe der Bayernrundfahrt und tags darauf Startpunkt war. Ein paar Tage später streifte sogar die Deutschlandtour mit Team Telekom und Erik Zabel den Landkreis in Pommersfelden. Gleichzeitig fand auch die Oberfränkische Straßenmeisterschaft auf einem Rundkurs bei Buttenheim statt.
Diese Ereignisse führten zu deutlich mehr Interesse der Jugendlichen für den Radsport, was sich auch am Jahresende in mehr Anmeldungen für den Nachwuchsbereich niederschlug. Nicht zuletzt machte sich das Radsportfieber auch bei der Zuschauerzahl beim traditionellen Kirchweihrennen in Strullendorf bemerkbar.
Rennsport Straße
Eine besonders intensive Saisonvorbereitung betrieb Daniel Korczinski, der sich in seinem 2. Jahr in der U23-Klasse und als Mitglied der Bavarian Lions, der bayerischen Auswahlmannschaft besonders viel vorgenommen hatte. Verschiedene Trainingslager und Vorbereitungsrennen in Italien, der Schweiz und Belgien waren für ihn sehr hart. Nach einigen Bundesligarennen musste er aber leider aus Krankheitsgründen enttäuscht die Saison abbrechen.
Beim Auftakttrainingslager auf Mallorca war für einen der aktivsten Radsportler der Concordia Alfred Riemer die Saison auch schon zu Ende, als er sich bei einem leichten Sturz einen Oberschenkelhalsbruch zuzog, an dem er über ein halbes Jahr bis Ende September laborierte.
Bei den Jüngsten der Gruppe U11 war Simon van den Höövel mit 3 Siegen erfolgreich. Florenz Knauer, der bayerische Vizemeister des vergangenen Jahres in der U11, musste sich in seinem ersten Jahr in der Klasse der U13 erst noch durchsetzen, konnte aber schon einen Sieg beim Bergzeitfahren in Hildburghausen herausfahren. Bei derselben Veranstaltung siegte auchThomas Grimm in der Schülerklasse U15. Er war überhaupt der erfolgreichste Fahrer der Concordia in den Schülerklassen. Bei 32 Rennen war er 26mal unter den ersten Zehn platziert. Über die Bayerische und Süddeutsche Meisterschaft qualifizierte er sich auch für die Deutsche Meisterschaft in Unna, bei der er den 85. Platz belegte. In den Schülerklassen waren außerdem noch aktiv: Johannes Lurz, David van den Höövel, Jürgen Handwerger und Andreas Straßberger.
Die Jugendmannschaft bestand aus Tobias Riedl und Johannes Männlein, die sich beide im Laufe der Saison immer mehr steigerten und eine Vielzahl von Platzierungen erreichten, Tobias wurde u.a. auch Oberfränkischer Bergmeister.
Mit 2 Siegen in Staffelstein und Strullendorf und vielen vorderen Platzierungen bestritt Jan Konrad in der Juniorenklasse seine bisher erfolgreichste Saison und konnte sich auch für die Süddeutsche Meisterschaft qualifizieren. Als 2. Juniorenfahrer war Thorsten Gawantka aktiv, der u.a. beim Heimrennen in Strullendorf den 6. Platz erreichte.
Mit der Oberfränkischen Meisterschaft der Amateure in Buttenheim hatte Bernd Eberlein seinen größten Erfolg.
Ihr außerordentliches Leistungsvermögen und ihre Leistungsbereitschaft stellten einmal mehr die zwei Senioren-1-Fahrer (ab 30 Jahre) Thomas Krön und Andi Kröner unter Beweis. Thomas konnte auf seinem Konto weitere 6 Siege und die Gesamtwertung der Kulmbacher Dienstagabend-Rennserie verbuchen, beim Senioren-Weltcup in St. Johann belegte er den ausgezeichneten 7. Platz. Mit einer taktischen Meisterleistung siegte Andreas Kröner beim Strullendorfer Kriterium vor Thomas Krön. Sein Können zeigte sich auch dadurch, dass er seine meisten Platzierungen in der Eliteklasse A/B herausfuhr. Äußerst aktiv war nach wie vor Hans Krön in der Seniorenklasse 4, der 14 Platzierungen unter den ersten Zehn erreichen konnte.
Mountainbike
Eine weitere erfolgreiche Weltcup-Saison bestritt der frühere Downhill-Weltmeister Stefan Herrmann. Sein interessantester Wettkampf war der 24-Stunden-Downhill-Wettbewerb in Engelberg bei Zürich. Bei diesem Wettbewerb geht es mit der Seilbahn den Berg hoch und in rasender Abfahrt mit dem Mountainbike bergab. Mit seinem Vierer-Team belegte er den 2. Platz.
Im Downhill wurde Christopher May Bayerischer Meister in der Juniorenklasse. Christopher war in seinem Leistungsvermögen schon so weit fortgeschritten, dass er auch an internationalen Wettkämpfe teilnahm.
Carmen Schlichting fühlte sich in der sehr schweren Disziplin Mountainbike-Marathon besonders wohl und konnte entsprechende Erfolge unter den Besten aufweisen.Als Ausgleich nahmen auch einzelne Straßenfahrer an den Mountainbike-Marathons teil, die zum Teil bis zu 100 km lang waren, so auch Bernd Eberlein, Andreas Kröner und Thomas Lauterbach
Zu erwähnen ist noch die souveräne Leistung des Mountainbikers der Hobbyklasse Armin Sponsel, der in der Seniorenklasse der Oberpfalz-Mountaincup-Serie bei 11 von 13 Rennen als Sieger hervorging und somit überlegener Gesamtsieger wurde.